Grünroggen bei der Mahd (links) und Verteilen des Strohs auf der Roggen-Wicke-Mischung (rechts).

© Dr. Gregor Terler

Alternative_GFM-1: Verbesserung der Resilienz der heimischen Grundfutterproduktion in der Rinderfütterung durch die Aufwertung dürregeschädigter Grundfutterpflanzen und Optimierung regionaler Futterressourcen

Projektleitung

Qendrim Zebeli

Forschungseinrichtung

Veterinärmedizinische Universität Wien

Projektnummer

101623

Projektlaufzeit

-

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Allgemeine Projektinformationen

Schlagwörter (deutsch)

Grundfutterproduktion, Rinderfütterung, Optimierung regionaler Futterressourcen

Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)

Titel (englisch)

Improving the resilience of the local roughage production for cattle nutrition by enhancing drought-impaired roughage plants and optimizing regional feedstuff resources

Abstract (englisch)

Ruminant livestock production is of central relevance for the Austrian agricultural sector. In terms of animal physiology as well as ecological reasons, roughages constitute the most important ration component in ruminant nutrition. Roughages can be produced locally and environmentally compatible in Austria, supplying the domestic ruminants with dietary energy, essential nutrients and in particular physically effective fiber. During the last years, extended drought periods, however, resulted in a substantial decrease of both quantity and quality of roughages, which in turn means impaired milk yield as well as shortages in the availability of roughages. On a long-term perspective, drought periods will maintain a challenge in roughage production for Austrian cattle farmers and likely occur even more frequently. The overall objective of this project is the comprehensive investigation of methods for producing alternative forages in cattle farming. This includes the enhancement of drought-impaired roughages (grass, maize) and feedstuffs with low nutritive value (maize straw, grain straw) by means of mixed ensiling with locally produced catch crops, by-products, and silage additives on the one hand, and ensiling of winter catch crops on the other hand. Thereby, the available biomass as well as the nutritive value of roughages during dry summers shall be sustainably increased and eventually improve the resilience of the local roughage production.
We expect that mixed ensiling will enhance lactic acid fermentation, because the catch crops respectively by-products compensate the lack of moisture in the silo as well as provide further easily fermentable carbohydrates for the lactic acid bacteria. Moreover, we assume a cleavage of fibrous structures during ensiling and therefore an increase of ruminal degradability of drought-impaired maize and grass as well as of straw. In this context, we will also analyze the effect of applying heterofermentative lactic acid bacteria as well as the potential of anaerobic rumen fungi as silage additives. In summary, this project will provide yet lacking knowledge necessary to evaluate the suitability of mixed silages prepared from drought-impaired roughages or straw with further components and of silages from winter catch crops as a practical alternative roughage source in ruminant nutrition. The insights gained here will therefore support Austrian cattle farmers in their adaptation to changing climatic conditions.

Projektziele

Das vorliegende Projekt soll die Eignung von Mischsilagen aus dürregeschädigtem Gras oder Mais oder Stroh und regionalen Zwischenfrüchten, Koppelprodukten und Silierzusätzen sowie von Silagen aus Winterzwischenfrüchten als Grundfutterquelle in der Rinderfütterung umfassend sowohl auf Futtermittel- als auch auf Tierebene erforschen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die österreichischen Bauern bei der Anpassung ihrer Grundfutterproduktion während und nach Dürreperioden unterstützen.

Unsere zugrundeliegende Hypothese ist, dass eine Mischsilierung zu einer ausreichenden Milchsäuregärung und dadurch stabilen Silage mit guter Gärqualität und gelockerten Lignocellulosekomplexen führt. Bei Verfütterung führt dies zu einer höheren ruminalen Abbaubarkeit, sodass die enthaltenen Nährstoffe und Energie besser von der Milchkuh genutzt werden können. Des Weiteren vermuten wir, dass aufgrund ihrer faserspaltenden Wirkung insbesondere die Inokulation der Ausgangssubstrate mit anaeroben Pansenpilzen die ruminale Faserabbaubarkeit der Mischsilagen steigert. Neben diesem Hauptziel ist ebenso geplant, die mikrobielle Gemeinschaft in den Silagen zu analysieren, sowie ihren Einfluss auf das Mikrobiom im Pansen, was bisher nur marginal erforscht ist.

Die detaillierten Ziele für den ersten Projektteil, der die Vorversuche mit anaeroben Pansenpilzen, sowie die Charakterisierung der Mischsilagen und die in vitro Untersuchungen beinhaltet, lauten wie folgt:
• Die Optimierung der Nutzung von anaeroben Pansenpilzen als Silierzusatz
• Die Untersuchung der gemeinsamen Silierung von dürregeschädigtem Mais, Gras oder Stroh mit regionalen Zwischenfrüchten, Koppelprodukten und Silierzusätzen sowie der Silierung von Winterzwischenfrüchten auf:
1) die Gärqualität, aerobe Stabilität und chemische Zusammensetzung der Silagen
2) das Gasbildungsvermögen und die Gasbildungskinetik im Hohenheimer Gastest, inklusive des daraus abgeleiteten Energiegehalts der Silagen
• Die Ermittlung der Wirkung der (Misch-)Silagen bei Inkubation im Pansensimulationssystem Rusitec auf:
1) das Fermentationsmuster in vitro
2) den Abbau der Nährstoffe und Faserfraktionen in vitro
3) die mikrobielle Proteinsynthese in vitro
• Die Ermittlung der Gäreigenschaften und der Verdaulichkeit der (Misch-)Silagen durch Silierung in Versuchssilos (Fässer) und in vivo-Verdauungsversuche mit Hammeln. Untersucht werden:
1) die Massenbilanz, der pH-Wert, die aerobe Stabilität und die Gärprodukte der Silierung
2) die Verdaulichkeit der Nährstoffe am Tier

Im zweiten Teil des Projekts wird der Einfluss der vielversprechendsten (Misch-)Silage-Varianten bei laktierenden Milchkühen an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein untersucht. Dabei werden folgende Variablen untersucht:
1) Futteraufnahme, Futterselektion, Futterverwertung und Wiederkauaktivität
2) Milchleistung und Milchzusammensetzung
3) Vitalparameter und Körperkondition der Milchkühe
4) Mikrobielle Gemeinschaft in den Mischsilagen und im Pansen

Praxisrelevanz

Gras- und Maissilagen bilden den Hauptbestandteil von Futterrationen für Rinder, insbesondere Milchkühe, und versorgen die Tiere mit Energie, Nährstoffen sowie ausreichenden Mengen an physikalisch effektiver Faser. Aufgrund der hierzulande zeitlich begrenzten Vegetationsperioden ist die Grundfutterkonservierung durch Silierung eine sehr weit verbreitete Praxis (MCDONALD et al., 1991), die vergleichsweise wetterunabhängig (ROTZ, 1995) und für alle Futterpflanzen durchführbar ist.

Sinkende Jahresniederschläge und ausgeprägte Dürreperioden in den vergangenen Sommern (BMLRT, 2018; BMLRT, 2019) haben die Produktion von Mais- und Grassilagen in ausreichender Qualität und Quantität allerdings deutlich erschwert und der langfristige Trend zu erhöhter Aridität in Mitteleuropa (FORZIERI et al., 2014) wird die heimische Mais- und Grassilageproduktion voraussichtlich noch weiter beeinträchtigen.
Eine reduzierte Verfügbarkeit von Qualitätssilagen führt zu einer geringeren Milchleistung und dem eventuellen Zwang zum Tierbestandsabbau, was beides eine erhebliche ökonomische Belastung österreichischer Milchbauern darstellt. Die Substitution der fehlenden Energie und Nährstoffe durch Kraftfutter ist dabei nur sehr begrenzt möglich, da ein zu hoher Kraftfuttereinsatz (subakute) Pansenazidosen, Stoffwechselstörungen und systemische Erkrankungen begünstigt (ZEBELI et al., 2008). Um Rinder also ausreichend mit hochwertigem Grundfutter versorgen zu können, müssen große Mengen davon importiert werden, was nicht nur eine erhebliche finanzielle Belastung der Landwirte darstellt, sondern auch die Nachhaltigkeit und Regionalität der österreichischen Rinderproduktion verringert. Langfristig gesehen wird ein stetiger Grundfutterimport keine geeignete Lösung darstellen und die Erforschung von alternativen Grundfuttermitteln sowie von Möglichkeiten für die Aufwertung von dürregeschädigtem Gras und Mais hat damit eine sehr hohe Priorität. Die Dringlichkeit zur Suche nach Alternativen wird auch durch den Stellenwert der österreichischen Milchproduktion verdeutlicht, die in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen ist (AGRARMARKT AUSTRIA, 2019) und zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen der Agrarwirtschaft zählt.

In diesem Zusammenhang werden auch Futtermittel mit geringem Futterwert, wie Getreide- oder Maisstroh, an Bedeutung gewinnen. Sie können von der Kuh bisher nur sehr ineffizient genutzt werden, sind aber aus heimischer Produktion österreichweit verfügbar und stellen somit eine noch weitgehend ungenutzte Grundfutterquelle dar. Durch die Mischsilierung könnte Stroh ebenso aufgewertet werden und somit eine höhere Bedeutung als alternative Grundfutterkomponente in der Rinderfütterung bekommen.

Die Mischsilierung von dürregeschädigtem Mais oder Gras bzw. Stroh mit Substraten wie regionalen Zwischenfrüchten, Koppelprodukten und Silierzusätzen ist eine vielversprechende, aber bisher nicht erforschte Möglichkeit. Das vorliegende Projekt analysiert verschiedene Mais-, Gras- oder Stroh-basierte Mischsilagen sowohl auf Futtermittelebene als auch deren ruminale Verstoffwechslung und Auswirkung auf die Milchkuh. Diese umfassenden Untersuchungen ermöglichen eine aussagekräftige Bewertung von Mischsilagen hinsichtlich ihrer Eignung als alternative Grundfuttermittel in der Rinderfütterung. Im Falle einer positiven Bewertung einer (oder mehrerer) Mischsilage-Variante(n) bieten wir speziell heimischen Milchbauern in Gunstlagen eine praxistaugliche Grundfutteralternative und unterstützen sie bei der Anpassung an die sich ändernden klimatischen Bedingungen in Österreich. Landwirten in Grenzregionen des Ackerbaus kann dagegen die Erforschung des Futter- und Produktionswerts von Winterzwischenfrüchten hilfreiche Optionen für Zeiten trockenheitsbedingter Futterknappheit liefern. Es ist zu betonen, dass die Ergebnisse und die darauf aufbauenden Empfehlungen auch für andere Produktionsrichtungen, wie die Rindermast, und auch kleine Wiederkäuerspezies (Schaf, Ziege) anwendbar sind.

Referenzen
AGRARMARKT AUSTRIA, 2019. Jahresbericht Milch und Milchprodukte 2018.
BUNDESMINISTERIUM LANDWIRTSCHAFT, REGIONEN UND TOURISMUS (BMLRT), 2018. Grüner Bericht 2018.
BUNDESMINISTERIUM LANDWIRTSCHAFT, REGIONEN UND TOURISMUS (BMLRT), 2019. Grüner Bericht 2019.
FORZIERI, G., FEYEN, L., ROJAS, R., FLÖRKE, M., WIMMER, F., BIANCHI, A., 2014. Hydrology and Earth System Sciences, 18, 85-108.
MCDONALD, P., N. HENDERSON, HERON, S., 1991. The Biochemistry of Silage. 2. ed. Chalcombe Publications
ROTZ, C. A., 1995. Post-harvest physiology and preservation of forages 22, 39–66.
ZEBELI, Q., DIJKSTRA, J., TAFAJ, M., STEINGASS, H., AMETAJ, B.N., DROCHNER, W., 2008. Journal of Dairy Science 91, 2046–2066.

Berichte

Abschlussbericht

Kurzfassung

Das übergeordnete Ziel dieses Projektes war die Erforschung von Methoden zur Herstellung von alternativen Futtermitteln für die Rinderfütterung. Zu diesem Zweck wurde im ersten Teil des Projekts eine große Anzahl verschiedener Silagen hergestellt und untersucht. Dazu gehörten Mischsilagen aus trockenheitsgeschädigtem Gras und industriellen Nebenprodukten wie melassebehandelte Trockenschnitzel, Biertreber und Weizenkleberfutter. Drei Siliermittel wurden getestet: der Kulturüberstand von anaeroben Pilzen, frischer Pansensaft und ein handelsübliches Siliermittel auf Basis von Milchsäurebakterien. Neben gemischten Grassilagen wurden auch gemischte Maissilagen getestet, bei denen trockenheitsgeschädigter Mais mit Weizenkleberfutter oder melassierten Trockenschnitzeln siliert wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass der niedrige Rohproteingehalt des trockenheitsgeschädigten Grases durch den Zusatz von Weizenkleberfutter und Biertreber verbessert wurde. Darüber hinaus förderten alle Siliermittel die Milchsäuregärung. Andererseits wurden in den Maismischsilagen durch den Einsatz von frischem Pilzkulturüberstand ein geringerer Ammoniak-N-Gehalt und niedrigere Silage-pH-Werte erreicht. Der zweite Teil des Projekts war eine Langzeit-In-vitro-Studie im Rusitec-System. Hier wurden Mischsilagen aus trockenheitsgeschädigtem Gras und melassierten Trockenschnitzeln mit verschiedenen Siliermitteln bebrütet. Insgesamt wurden bei der Bebrütung von Rationen mit 50 % Mischsilage in der Trockenmasse hohe Werte für die Verdaulichkeit und die fermentative Aktivität erzielt. Der dritte Teil des Projekts war ein In-vivo-Versuch und wurde als Fütterungsversuch mit Milchkühen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Ration mit der gemischten Strohsilage tendenziell zu einer Verringerung der Trockenmasseaufnahme führte, wobei jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Milchleistung oder das Körpergewicht zu beobachten waren. Darüber hinaus zeigte die Gruppe mit der Strohmischsilage eine Tendenz zu einer verbesserten Futtereffizienz bei der Milchproduktion (kg energiekorrigierte Milch/kg Trockenmasseaufnahme), was wahrscheinlich auf die höhere Verdaulichkeit der Ration mit der Strohmischsilage im Vergleich zur konventionellen Grünroggensilage zurückzuführen war. Außerdem verbrachten die Kühe in der Stroh-Mischsilage-Gruppe deutlich mehr Zeit mit Wiederkäuen pro kg aufgenommener physikalisch wirksamer Faser. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gemischte Roggen-, Wicken- und Strohsilage in der Teilmischration eine reine Grünroggensilage ohne Leistungseinbußen ersetzen kann.

Berichtsdateien

Verbesserung der Resilienz der heimischen Grundfutterproduktion in der Rinderfütterung durch die Aufwertung dürregeschädigter Grundfutterpflanzen und Optimierung regionaler Futterressourcen

Abstract (deutsch)

Das übergeordnete Ziel dieses Projekts war die Erforschung von Methoden zur Produktion alternativer Futtermittel für die Rinderfütterung. Dafür wurden im ersten Projektteil eine große Anzahl unterschiedlicher Silagen erstellt und untersucht. Darunter waren Mischsilagen aus dürregeschädigtem Gras und industriellen Nebenprodukten, wie melassierte Trockenschnitzel, Biertreber und Weizenkleberfutter. Dazu wurden drei Silierzusätze getestet: der Kulturüberstand von anaeroben Pilzen, frischer Pansensaft und ein kommerziell erhältliches Siliermittel basierend auf Milchsäurebakterien. Neben Grasmischsilagen wurden auch Maismischsilagen getestet, hierzu wurde dürregeschädigter Mais mit Weizenkleberfutter oder melassierten Trockenschnitzeln einsiliert. Die Ergebnisse zeigten, dass der niedrige Rohproteingehalt des dürregeschädigten Grases durch die Zugabe von Weizenkleberfutter und Biertreber verbessert wurde. Zusätzlich förderten alle Silierzusätze die Milchsäuregärung. Hingegen wurde bei den Maismischsilagen durch die Verwendung von frischem Pilzkulturüberstand ein niedrigerer Ammoniak-N-Gehalt und niedrigere Silage-pH-Werte erzielt.

Der zweite Projektteil stellte eine Langzeit-in-vitro-Studie im Rusitec-System dar. Hier wurden Mischsilagen aus dürregeschädigtem Gras und melassierten Trockenschnitzeln mit verschiedenen Silierzusätzen inkubiert. Hier wurden insgesamt hohe Werte für Verdaulichkeit und fermentative Aktivität beim Inkubieren von Rationen mit 50 % Mischsilage in der Trockenmasse erzielt.

Der dritte Projektteil war ein in vivo Experiment und wurde als Fütterungsversuch mit Milchkühen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Ration mit der Stroh-Mischsilage tendenziell die Trockenmasseaufnahme reduzierte, jedoch konnten keine negativen Auswirkungen auf die Milchleistung oder das Körpergewicht beobachtet werden. Zusätzlich zeigte die Stroh-Mischsilage-Gruppe eine Tendenz zu einer verbesserten Futtereffizienz in der Milchproduktion (kg energiekorrigierte Milch/kg Trockenmasseaufnahme), was wahrscheinlich auf die höhere Verdaulichkeit der Stroh-Mischsilage-Ration im Vergleich zur herkomlichen Grünroggensilage-Ration zurückzuführen war. Weiters verbrachten Kühe der Stroh-Mischsilage-Gruppe signifikant mehr Zeit mit Wiederkauen pro kg Aufnahme von physikalisch effektiver Faser. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mischsilage aus Roggen, Wicke und Stroh in der Teilmischration eine reine Grünroggen-Silage ersetzen kann, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.

Abstract (englisch)

The overarching aim of this project was to research methods for the production of alternative feedstuffs for cattle feeding. To this end, a large number of different silages were produced and investigated in the first part of the project. These included mixed silages made from drought-damaged grass and industrial by-products such as molasses-treated dried pulp, brewer's grains and wheat gluten feed. Three silage additives were tested: the culture supernatant of anaerobic fungi, fresh rumen juice and a commercially available silage additive based on lactic acid bacteria. In addition to mixed grass silages, mixed maize silages were also tested, for which drought-damaged maize was ensiled with wheat gluten feed or molassed dried pulp. The results showed that the low crude protein content of the drought-damaged grass was improved by the addition of wheat gluten feed and brewer's grains. In addition, all silage additives promoted lactic acid fermentation. On the other hand, a lower ammonia-N content and lower silage pH values were achieved in the maize mixed silages by using fresh mushroom culture supernatant. The second part of the project was a long-term in vitro study in the Rusitec system. Here, mixed silages of drought-damaged grass and molassed dried pulp were incubated with various silage additives. Overall high values for digestibility and fermentative activity were achieved when incubating rations with 50% mixed silage in the dry matter. The third part of the project was an in vivo experiment and was carried out as a feeding trial with dairy cows. The results showed that the ration with the mixed straw silage tended to reduce dry matter intake, but no negative effects on milk yield or body weight were observed. In addition, the straw-mixed silage group showed a tendency towards improved feed efficiency in milk production (kg energy corrected milk/kg dry matter intake), which was probably due to the higher digestibility of the straw-mixed silage ration compared to the conventional green rye silage ration. Furthermore, cows in the straw-mixed silage group spent significantly more time ruminating per kg intake of physically effective fiber. In summary, the mixed rye, vetch and straw silage in the partial mixed ration can replace a pure green rye silage without compromising performance.

Autor/innen

Univ. Prof. Dr. Qendrim Zebeli

Publikationen

Alle Publikationen wurden vom Projektverantwortlichen eingetragen und liegen in dessen Verantwortung.

Terler G., Gruber T., Hartinger T., Zebeli Q. (2025). Effects of replacing rye silage with mixed rye-vetch-straw silage on feed intake, milk production, digestion processes and blood metabolites in dairy cows. .
Hartinger, T; Gruber, T; Fliegerová, K; Terler, G; Zebeli, Q (Volume 309, March 2024). Mixed ensiling with by-products and silage additives significantly valorizes drought-impaired whole-crop corn. .
Hartinger T., Fliegerová K. and Zebeli Q. (2022). Suitability of anaerobic fungi culture supernatant or mixed ruminal fluid as novel silage additives (106). .