ZWelke: Einfluss der Traubenwelke bei Zweigelt auf die Qualität
Projektleitung
Christian Philipp
Forschungseinrichtung
HBLA und BA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg
Projektnummer
102164Projektlaufzeit
-
Finanzierungspartner
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft
Allgemeine Projektinformationen
Abstract (deutsch)
Die Traubenwelke (TW, Berry Shrivel (BS) ist eine Störung der Reife der Weinbeeren, deren Ursachen aktuell noch unbekannt sind. Die Störung führt zu Trauben, die nicht für die Weinproduktion verwendet werden können. Die österreichische Rotweinsorte Blauer Zweigelt ist stark betroffen und jährliche Schwankungen des Auftretens führen zu einem hohen Risiko von Ertragseinbußen. Effekte Methoden zur Prävention sind nicht bekannt oder unzureichend getestet. ZWelke gilt zur Ergänzung des vom FWF finanzierten Projekts GeomaBS. In GeomaBS werden Umweltfaktoren als Grundlage für das Auftreten von Traubenwelke systematisch untersucht. Gleichzeitig wird getestet, ob ein gewisser Anteil von betroffenen Trauben für die Weinbereitung herangezogen werden kann, ohne die Weinqualität zu beeinflussen. ZWelke soll diesen Projektaspekt im weiteren Detail klären und zusätzliche Untersuchungen in diesem Kontext zusammenfassen. Das Hauptaugenmerkt liegt dabei auf der Aromatik der Weine.
Schlagwörter (deutsch)
Traubenwelke, Weinproduktion, Blauer Zweigelt, Weinqualität, Sensorik, Mikrovinifikation, Aroma
Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)
Titel (englisch)
Influence of grape shrivelling on Zweigelt quality
Abstract (englisch)
microvinification, aroma, sensory
Schlagwörter (englisch)
microvinification, aroma, sensory
Projektziele
Zweigeltwelke ist ein wirtschaftliches Problem für österreichische Landwirte, die Blauer Zweigelt anbauen. Die Ursachen für die Auslösung von BS müssen noch geklärt werden, obwohl unser Verständnis für den Zeitpunkt und die veränderten biochemischen Prozesse, die bei BS-Beeren eine Rolle spielen, in letzter Zeit zugenommen hat (Griesser et al. 2020; Savoi et al. 2019; Savoi et al. 2022; Hoff et al. 2021). In der Regel werden betroffene Trauben aus der Weinverarbeitung entfernt, aber es gibt keine 100-prozentige Garantie, da für die Handlese qualifiziertes Personal erforderlich ist und keine geeigneten Informationen für eine sensortechnische Sortierung während der maschinellen Ernte verfügbar sind. Die Auswirkungen von Traubenwelke auf das Aromaprofil sind nicht bekannt, ebenso wenig wie die Information, ob ein bestimmter Prozentsatz von betroffenen Trauben für die Weinverarbeitung toleriert werden könnte, ein Aspekt, den wir in GeomaBS und in weiterer Folge in ZWelke untersuchen werden.
Praxisrelevanz
Dieses Ergebnis wird von großer wirtschaftlicher Bedeutung sein, da es die Frage beantwortet, wie viel Traubenwelke während der Gärung ohne Folgen für die Weinqualität toleriert werden kann und ob man mit unterschiedlichen Maßnahmen wie Maischestandzeit, Gärtemperatur, Vorentsaftung etc. die Qualität auch bei höheren Anteil erhalten kann.