SERIGO: Sozialökonomie für Resilienz, Inklusion und ein gutes Leben in ländlichen Regionen
Projektleitung
Georg Wiesinger
Forschungseinrichtung
Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen
Projektnummer
102204Projektlaufzeit
-
Finanzierungspartner
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft
Allgemeine Projektinformationen
Abstract (deutsch)
Soziale Vulnerabilität führt sehr leicht zur Isolation und Entmachtung. Betroffen sind sowohl einzelne Individuen, aber auch bestimmte Gruppen von Menschen innerhalb einer Gesellschaft. Die Bedrohung des sozialen Ausschlusses ist besonders groß in Zeiten wirtschaftlicher Restrukturierung, Naturkatastrophen, aber auch – wie zuletzt – bei Pandemien. Vulnerabilität kann Folge von sozialer Ausgrenzung sein, kann aber auch selber soziale Ausgrenzung verursachen. Die Betroffenheit äußert sich im ländlichen Raum oft auf spezifische Art und Weise. Für die Analyse dieser Zusammenhänge erscheint ein interdisziplinärer und systematischer Ansatz notwendig, wobei durchaus auch Fähigkeiten und Potentiale von Menschen in vulnerablen Situationen betrachtet werden müssen.
Schlagwörter (deutsch)
ländliche Regionen, Empowerment vulnerabler Gruppen, Sozialökonomie, Soziales Unternehmertum
Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)
Titel (englisch)
Social Economy for Resilience, Inclusion and Good life in Rural areas
Abstract (englisch)
The project applies an intersectional perspective to vulnerability, as well as implements critical systems thinking in combination with
community-based participatory research to investigate potentials of the social economy in promoting social inclusion and in
enhancing the quality and accessibility of services in rural areas. Empirical data is gathered in a high number of qualitative case
studies from 13 countries on social economy solutions implemented in local contexts. Using the multi-actor approach, SERIGO
benefits from more nuanced and ’live’ insights into the drivers of social exclusion offered through the lenses of local stakeholders
working together with researchers on co-created experimental pilots in five European regions. SERIGO ensures also with a system of
deliberate feedback loops, dedicated multi-level policy workshops and a sustained thematic community of practice that the new
knowledge generated is pertinent and applicable, and all its outputs have high exploitable potential.
Schlagwörter (englisch)
rural areas, social economy, social entrepreneurship, empowerment of vulnerable groups, e
Projektziele
Soziale Vulnerabilität führt sehr leicht zur Isolation und Entmachtung. Betroffen sind sowohl einzelne Indi-viduen, aber auch bestimmte Gruppen von Menschen innerhalb einer Gesellschaft. Die Bedrohung des so-zialen Ausschlusses ist besonders groß in Zeiten wirtschaftlicher Restrukturierung, Naturkatastrophen, aber auch – wie zuletzt – bei Pandemien. Vulnerabilität kann Folge von sozialer Ausgrenzung sein, kann aber auch selber soziale Ausgrenzung verursachen. Die Betroffenheit äußert sich im ländlichen Raum oft auf spezifi-sche Art und Weise. Für die Analyse dieser Zusammenhänge erscheint ein interdisziplinärer und systematischer Ansatz notwendig, wobei durchaus auch Fähigkeiten und Potentiale von Menschen in vulnerablen Situationen betrachtet werden müssen.
In diesem Projekt soll evidenzbasiertes praktisches und theoretisches Wissen darüber generiert werden, wie Soziales und Solidarisches Wirtschaften (SSE – Social and Soldarity Economy) Resilienz, Soziale Inklusion und ein gutes Leben in den europäischen ländlichen Regionen erzeugen kann. Basierend auf den Projekter-gebnissen sollen Empfehlungen, Rahmenbedingungen sowie politische Maßnahmen erarbeitet werden, um über konstruktive Diskussionen mit Stakeholdern auf unterschiedlichen Ebenen, diese Ziele zu erreichen.
Praxisrelevanz
Soziale Inklusion von vulnerablen Gruppen in ländlichen Regionen hat eine große Bedeutung für eine erfolgreiche Regionalpolitik.
Durch länderübergreifende vergleichende Studien über Case Studies und der Entwicklung von Pilotprojeken, sowie über Kooperationen mit Projektpartnerländern können wertvolle Impulse für die Praxis gesetzt werden.