Projekt-1121

Allgemeine Projektinformationen

Titel (deutsch)

Wissenstransfer in der Direktvermarktung

Projektleitung

Andrea Payrhuber

Forschungseinrichtung

Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Projektnummer

101498

Projektlaufzeit

-

Projektziele

Die Professionalisierung der Direktvermarktung bedeutet Herausforderungen für die Kommunikation mit den Konsumenten und Konsumentinnen. Die DirektvermarkterInnen benötigen entsprechendes Fach-wissen, um die Fragen ihrer Kunden und Kundinnen kompetent und richtig beantworten zu können. Dieses Projekt hat sich die Aufgabe gestellt, die verschiedenen inhaltlichen Dimensionen der Kommunikation zu identifizieren und eine Übersicht zu gestalten, welche Informationen, Informationsquellen und Weiter-bildungsangebote bereits vorhanden sind und wo Defizite bestehen, die Ausgangspunkt für gezielte Lernprozesse und Bildungsmaßnahmen sein könnten.
Derzeit liegen insbesondere Studien vor, die den Bildungsbedarf von Landwirtinnen und Landwirten in produktionstechnischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht beschreiben(Kirner/Payrhuber, 2016 und 2018) Untersuchungen zum erforderlichen produktbezogenen Wissen in der sozialen Interaktion und der digitalen Kommunikation mit den Konsumenten und Konsumentinnen sind nicht bekannt.
Daneben soll auch die Art der Vermittlung beleuchtet werden. Welche Informationen müssen vor Ort, also von allen Mitarbeitenden Personen, und jederzeit vorhanden sein und welche Informationen sollen über die direkte Kommunikation am Point-of-Sale und welche medial vermittelt zur Verfügung stehen? Dabei ist es wichtig zu unterscheiden welche Information über welche Kanäle sinnvoll vermittelt werden sollen.
Experteninterviews
FF1 : Welches Wissen brauchen Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter, um mit Konsumentinnen und Konsumenten über ihre Produkte zu kommunizieren?
FF2: Welches Wissen brauchen Landwirte und Landwirtinnen über die aktuellen Ernährungsformen?
FF3: Wie können Landwirtinnen und Landwirte eine Kommunikationsbasis aufbauen? Welche kommunikativen Fertigkeiten brauchen Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter?
FF4: Woher beziehen die Bäuerinnen und Bauern das Wissen, um Fragen der Konsumentinnen und Konsumenten zu ihren Produkten kompetent beantworten zu können? Welche Strategien des Wissenserwerbs wenden Landwirtinnen und Landwirte an?
FF5: Welche Medien (digital und analog) können eine sinnvolle und einander ergänzende Informationslandschaft ergeben?
FF6: Sind neben fachlichem Wissen auch Kommunikationstrainings nötig?
Interviews mit LandwirtInnen
FF1: Wie schätzen die Produzentinnen und Produzenten von verschiedenen landwirtschaftlichen Produktsparten Ihr Wissen zu ihren Produkten ein?
FF2: Wie stellt sich der Weiterbildungsbedarf in den verschiedenen Produktionsbereichen dar?
Interviews mit KonsumentInnen
FF: Welche Informationen erwarten sich Konsumentinnen und Konsumenten von Bauern von denen sie Produkte kaufen?
ExperInnenrunde:
FF: Welche Bildungsangebote können ergänzend konzipiert werden, um Landwirtinnen und Landwirte für eine bestmögliche Kommunikation mit ihren Kunden zu qualifizieren?

Praxisrelevanz

Bedeutung des Projektes für die Hochschule:

Die Ergebnisse fließen insbesondere in die Lehrveranstaltungen in den Bereichen Erwachsenenbildung und Beratung ein, sind aber auch für den Bereich der Agrarkommunikation relevant. Das bedarfsorientierte Konzipieren und die kundenorientierte Umsetzung von Informations-, Bildungs- und Beratungsprodukten und -angeboten werden in diesen Lehrveranstaltungen geübt und erlernt. Die Ergebnisse der Unter-suchung können den Studierenden als empirische Grundlage für die inhaltliche Ausgestaltung dieser Produkte und Angebote dienen. Im Rahmen der Beratungspraktischen Studien können die Studierenden als soziale Wissensumwelten für die BeraterInnen und für die Landwirte und Landwirtinnen in Erscheinung treten.