© Dr. Walter Starz
PrävEndos: Prävalenzstudie zu Endoparasiten bei Rindern in Salzburg
Projektleitung
Julia Schoiswohl
Forschungseinrichtung
Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein
Projektnummer
102114Projektlaufzeit
-
Finanzierungspartner
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft
Allgemeine Projektinformationen
Abstract (deutsch)
Ziel dieses Projekts ist es die Prävalenz von Magendarmstrongyliden, Fasciola hepatica und Dictyocaulus viviparus bei Milchkühen zu bestimmen. Zusätzlich sollen klinisch Parameter und Managementfaktoren erhoben werden und mit den Ergebnissen der parasitologischen Untersuchung verglichen werden. Für die Diagnose einer Infektion mit Fasciola hepatica werden standardmäßig zwei unterschiedliche Nachweismethoden verwendet. Kotproben werden mittels Sedimentationsverfahren, Milch- und/oder Blutproben mittels ELISA untersucht. Diese beiden Methoden sollen ebenfalls miteinander verglichen werden.
Schlagwörter (deutsch)
Fasciola hepatica, Dictyocaulus viviparus, Magendarmstrongyliden, Koproskopie, Elisa, klinische Untersuchung
Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)
Titel (englisch)
Prevalence of endoparasites in cattle in Salzburg
Abstract (englisch)
The aim of the project is to determine the prevalence of bovine gastrointestinal strongylids (GiSt), Fasciola hepatica and Dictyocaulus viviparus in lactating cows. In addition, clinical paramters and management factors should be compared with the results of parasitological examination. For diagnose Fasciola hepatica, two methods which are standard used should be compared. The faecal samples should be examined by the sedimentation method and individual milk samples should be investigated for antibodies against Fasciola hepatica with a commercial antibody ELISA.
Schlagwörter (englisch)
Fasciola hepatica, Dictyocaulus viviparus, gastrointestinal nematodes, coproscopy, Elisa, clinical investigation
Projektziele
Um Landwirt*innen Empfehlungen zur Verbesserung der Tiergesundheit und des Tierwohls geben zu können sind Prävalenzstudien notwendig. Mittels Fragebogen sollen Betriebsdaten wie Haltungssystem, Fütterungs- und Weidemanagement und Parasitenmanagement erhoben werden und diese mit dem Endoparasitenstatus und der Tiergesundheit verglichen werden.
Praxisrelevanz
Endoparasiten spielen in der Nutztierhaltung, sowohl hinsichtlich Tiergesundheit und Tierwohl, als auch ökonomisch eine erhebliche Rolle. Aufgrund der Hinweise auf Resistenzen gegen gewisse Gruppen von Anthelmintika, ist es unumgänglich, den Endoparasitenstatus der Herden zu kennen und dementsprechend richtig zu handeln bzw. Empfehlungen an Landwirte und Tierärzte abgeben zu können
Berichte
Kurzfassung
Berichtsdateien
Abstract (deutsch)
Im Zuge dieser Arbeit wurden im Juli und August 2020 im Salzburg 260 Milchkühe aus 26 verschiedenen Betrieben klinisch untersucht, Einzelkotproben gesammelt und diese koproskopisch auf Magen-Darm-Strongyliden (MDS), Dictyocaulus viviparus und Fasciola (F.) hepatica untersucht. Zusätzlich wurden Milchproben mittels ELISA auf das Vorhandensein von F. hepatica Antikörpern untersucht. Das Ziel der Studie war es, die Prävalenz von Endoparasiten im Flachgau zu erheben und Zusammenhänge zwischen deren Vorkommen und den klinischen Symptomen der Tiere zu evaluieren.
Für MDS konnte eine Prävalenz von 23,80 % ermittelt werden. Bei der Koproskopie wurde für F. hepatica eine Prävalenz von 28,46 % nachgewiesen, bei der Untersuchung mittels ELISA waren 3,20 % der Milchproben positiv. Für Dictyocaulus viviparus konnte eine Prävalenz von 3,10 % ermittelt werden. Die Auswertung eines möglichen Zusammenhangs zwischen einer Endoparasitose und einer veränderten Kotkonsistenz erbrachte keine Signifikanz (p=0,981). Bei der Analyse der Daten im Hinblick auf einen Zusammenhang zwischen einem verändertem BCS und einem MDS-Befall konnte ermittelt werden, dass mit zunehmendem Body Condition Score (BCS) die Wahrscheinlichkeit für eine MDS-Infektion sinkt. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Nachweis von Dictyocaulus viviparus Larven und Husten konnte festgestellt werden (p=0,011). Hinsichtlich BCS, Reproduktionsproblemen, Vorkommen von natürlichen Gewässern und der Fütterung konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit einem Nachweis von F. hepatica eruiert werden.
Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann angenommen werden, dass das Parasitenmanagement im untersuchten Gebiet Flachgau zufriedenstellend durchgeführt wird.
Abstract (englisch)
Investigations on the presence of endoparasites in cattle in Salzburg, Austria
Endoparasitoses in cattle represent a significant global challenge, resulting in substantial economic losses in milk and meat production, as well as raising concerns regarding animal welfare. To gain insights into the parasite burden in pre-Alpine regions, a clinical examination was conducted on 260dairy cows from 26 different farms in Salzburg during July and August 2020. Individual faecal samples were collected and subjected to coprological analysis for gastrointestinal nematodes (GIN), Dictyocaulus viviparus, and F. hepatica. Additionally, milk samples were analysed using ELISA to detect the presence of antibodies against F. hepatica. Special attention was paid to the prevalence of endoparasites in the Flachgau region (Salzburg) and the correlations between their occurrence and the clinical symptoms exhibited by the animals.
The prevalence of GIN was determined to be 23.80%. Coprological examination revealed a prevalence of 28.46% for F. hepatica, while 3.20% of milk samples tested positive in the ELISA assay. The prevalence of Dictyocaulus viviparus was found to be 3.10%. The analysis of potential correlations between endoparasitosis and altered faecal consistency yielded no significant results (p=0.981). However, when evaluating the relationship between Body Condition Score (BCS) and GIN infection, it was observed that the likelihood of a GIN infection decreased with increasing BCS. A significant correlation was established between the detection of Dictyocaulus viviparus larvae and coughing (p=0.011). No statistically significant associations were found regarding BCS, reproductive issues, the presence of natural water sources, or feeding practices in relation to the detection of F. hepatica.
Based on the findings, it can be concluded that parasite management in the Flachgau region is being conducted satisfactorily concerning animal health, indicating that current practices are effective.
Autor/innen
Schoiswohl, J.