OdourS II

Allgemeine Projektinformationen

Titel (deutsch)

Erhebung von Geruchsemissionen an Geflügel- und Schweinebetrieben in der Praxis zur Ableitung spezifischer Geruchsemissionsfaktoren für die Verwendung in computergestützten Ausbreitungsmodellen

Titel (englisch)

Survey of odour emissions from poultry and pig farms to derive specific odour emission factors for use in computerised dispersion models.

Abstract (deutsch)

Eine wichtige Rolle für die Bewertung von Geruchsimmissionen in Behörden oder Beschwerdeverfahren spielen mittlerweile computerunterstützte Ausbreitungsmodelle. Eine Basis dieser Programme bilden sogenannte Geruchsemissionsfaktoren, die darstellen, welche Geruchsfracht von der jeweils betrachteten Nutztierart ausgeht. Um möglichst realitätsnahe Prognosen zur Geruchsbelastung der Nachbarschaft von landwirtschaftlichen nutztierhaltenden Betrieben zu erhalten, ist die Qualität der Geruchsemissionsfaktoren von zentraler Rolle. Zu hohe Faktoren führen zu einer vermeintlich größeren Geruchsausbreitungsfahne, die zu Lasten landwirtschaftlicher Betriebe geht – zu niedrige Faktoren gehen zu Lasten der Anrainer, da etwaige Geruchsbelastungen unterschätzt werden.

Im Projekt OdourS II werden in Summe drei Geflügelmast- und drei Legehennenbetriebe, sowie drei Schweinemast- und drei Schweinezuchtbetriebe geruchstechnisch untersucht. Jeder Betrieb wird fünf Mal – über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinweg – beprobt um die Variation der Emissionshöhen zu erfassen und unterschiedliche Umgebungssituationen (Außentemperatur, Luftfeuchte etc.) miteinzuschließen. Die Geruchsproben aus der Praxis werden am dienststelleneigenen Olfaktometer analysiert; in Zusammenschau mit der Anzahl der zum Messzeitpunkt befindlichen Tiere im Stall, des Gewichts der Tiere und dem Abluftvolumenstrom leiten sich die spezifischen Emissionsfaktoren ab.

Ergänzend erfolgt eine Weender-Analyse der betrieblichen Futtermittel zum Aufzeigen möglicher Zusammenhänge zwischen Inhaltsstoffen und Geruchsemissionen.

Abstract (englisch)

Computer-assisted dispersion models are playing an important role in assessing odour immissions in public authorities or complaints procedures. These programmes are based on so-called odour emission factors, which represent the odour load emitted by the respective farm animal species. The quality of odour emission factors is a key of importance in order to obtain realistic forecasts of odour pollution in the neighbourhood of livestock farms. Too high factors lead to a supposedly larger odour spread pattern, which is to the detriment of farms – too low factors are the detriment of local residents, as possible odour exposure is underestimated.

In the project OdourS II, a total of three poultry farms and three laying hens farms, as well as three pig fattening farms and three pig preeding farms are investigated for odour. Each plant is sampled five times – over a period of several weeks – to record the variation in emission levels and to include different environmental conditions (exterior temperature, humidity, etc.). The odour samples are analysed on the units own olfactometer; the specific emission factors are derived in conjunction with the number of animals in the barn at the time of measurement, the weight of the animals and the exhaust air flow.

In addition, Weender analysis of fodder is carried out to show possible correlations between ingredients and odour emissions.

Schlagwörter (deutsch)

Geruch,Emission,Immission,Ausbreitungsmodell,Jahresgeruchsstunden,Geflügelbetriebe,Schweinebetriebe

Schlagwörter (englisch)

Odour,emission,immission,dispersion model,odour-hour frequencies,poultry farms,pig farms.

Projektleitung

Michael Kropsch

Forschungseinrichtung

Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Projektnummer

101741

Projektlaufzeit

-

Projektziele

Mehrmalige Geruchsprobenziehungen an Geflügelmast- und Legehennenbetrieben sowie an Schweinemast- und Schweinezuchtbetrieben zur Ableitung von spezifischen Geruchsemissionsfaktoren für die Verwendung in Ausbreitungsrechnungen.

Praxisrelevanz

Sehr hoch! Geruchsemissionsfaktoren, die das Emissionsgeschehen möglichst realitätsnahe abbilden sind der zentrale Schlüssel zur Reduktion von Beschwerdefällen in Zusammenhang mit landwirtschaftlicher Tierhaltung und zur Absicherung bestehender Betriebe.