NaBeWa: Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen im Nordosten Österreichs

Projektleitung

Elisabeth Peham

Forschungseinrichtung

Bundesamt für Wasserwirtschaft

Projektnummer

102153

Projektlaufzeit

-

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft 

Allgemeine Projektinformationen

Abstract (deutsch)

Der Klimawandel stellt erhebliche Herausforderungen für ein nachhaltiges Wassermanagement im Nordosten Niederösterreichs dar, einer Region, die einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit in Österreich leistet. Aktuelle Szenarien prognostizieren einen Rückgang der Ertragsfähigkeit in der Region um bis zu 48 %, während für landwirtschaftliche Kulturen ein zunehmender Wasserbedarf erwartet wird. Die klimatisch induzierten Veränderungen sind auch in anderen Wirtschaftssektoren wahrzunehmen und die planbare und kosteneffiziente Verfügbarkeit von Wasser gewinnt zusehends an Bedeutung als Standort- und Produktionsfaktor mit weitreichenden Folgen für die Region und Volkswirtschaft.

Dieses Projekt zielt darauf ab, ein Grundsatzkonzept für ein überregionales Nutzwasserversorgungssystem zu entwickeln, um einen Ausgleich zwischen Wasserangebot und -nachfrage im Nordosten Niederösterreichs sicherzustellen. Wasser soll dabei aus begünstigten Regionen - dem Donauraum - mit einem Netzwerk aus Transport- und Speicherbausteinen umverteilt werden, um die Wasserversorgung in Trockengebieten sicherzustellen. Ein Vorhaben dieser Größenordnung darf nicht danach streben, nur einen Sektor zu bedienen und lediglich die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Lebensmittelsysteme als Ziel zu haben. Neben der Landwirtschaft sind auch die Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung nach Schutz der Wasserressourcen und der Ökosysteme zu Berücksichtigen.

Auf der Basis einer weitreichenden Bedarfsanalyse wird das Synergiepotenzial mit weiteren Nutzungen im Bereich der Teichwirtschaft, Energiewirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft und Ökologie identifiziert, quantifiziert und bestmöglich aufeinander abgestimmt. Aufgrund der zahlreichen Rahmenbedingungen muss ein hochdimensionales Optimierungsproblem gelöst werden. Dabei spielt die Anwendung von KI-Modeilen eine wichtige Rolle. Für die Optimierung wird ein digitaler Zwilling erstellt, welcher die lokalen Veränderungen bei den wichtigsten Stakeholdern durch die geplante Wasserumverteilung abbilden kann. Grundlage hierfür ist eine Variantenstudie für die Transportinfrastruktur. Ferner wird ein Konzept für eine künftige operationelle Steuerung des Systems erarbeitet und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durchgeführt.

Das Vorhaben will neue Perspektiven für eine ganze Region aufzeigen. Wasser soll sektorenübergreifend eine neue Wertschätzung und Wertschöpfung erfahren.

Schlagwörter (deutsch)

Bewässerung, Teichwirtschaft

Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)

Titel (englisch)

Sustainable management of water resources in north-eastern Austria

Abstract (englisch)

Climate change poses significant challenges for sustainable water management in the northeast of Lower Austria, a region that makes a significant contribution to food security in Austria. Current scenarios predict a decline in the region's profitability of up to 48%, while an increasing demand for water is expected for agricultural crops. The climate-induced changes are also noticeable in other economic sectors and the plannable and cost-efficient availability of water is becoming increasingly important as a location and production factor with far-reaching consequences for the region and the economy. This project aims to develop a basic concept for a trans-regional utility water supply system to ensure a balance between water supply and demand in northeastern Lower Austria. Water is to be redistributed from more favorable regions - the Danube basin - using a network of transport and storage components to ensure water supply in dry areas. A project of this magnitude must not strive to serve only one sector and merely aim to increase the resilience of food systems. In addition to agriculture, the needs of a growing population for the protection of water resources and ecosystems must be taken into account. Based on a far-reaching needs analysis, the potential for synergies with other uses in the fields of aquaculture, energy, urban water management and ecology is identified, quantified and optimally coordinated. Due to the numerous framework conditions, a high-dimensional optimization problem must be solved. The application of AI models plays an important role in this. For the optimization, a digital twin is created that can map the local changes among the most important stakeholders due to the planned water redistribution. The basis for this is a variant study for the transport infrastructure. Furthermore, a concept for a future operational control of the system is being developed and a profitability analysis is being carried out. The project aims to open up new perspectives for an entire region. Water is to be given a new appreciation and added value across sectors.

Schlagwörter (englisch)

Irrigation, aquaculture

Projektziele

Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen für die vom Klimawandel wesentlich betroffene Region im Nordosten Österreish soll erreicht werden.