Versuchsfläche Projekt Marktgärtnerei an der Außenstelle Zinsenhof der HBLFA Schönbrunn

© Wolfgang Palme/HBLFA Schönbrunn

Marktgärtnerei: Marktgärtnerei – Innovation zur Stärkung der österr. Frischgemüseversorgung - Mitarbeit EIP AGRI Projekt

Projektleitung

Wolfgang Palme

Forschungseinrichtung

Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten

Projektnummer

101824

Projektlaufzeit

-

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Allgemeine Projektinformationen

Abstract (deutsch)

Marktgärtnereien sind Gemüsebetriebe, die auf klein(st)en Flächen wirtschaftlich, ressourcenschonend und effizient Frischgemüse produzieren. Sie arbeiten nach der bio-intensiven Anbaumethode. Bisher fehlen aussagekräftige gemüsebauliche und ökonomische Kennzahlen, die die Produktivität dieses Systems beschreiben. Außerdem sollen gemüsebauliche Instrumente zur  Erwirtschaftung von hohen Erträgen auf kleinen Anbauflächen im gesamten Jahresverlauf bei rel. niedrigem Ressourceneinsatz und maximaler Bodenschonung erarbeitet werden. Der Dissemination dieses Konzepts kommt große Bedeutung zu.

Schlagwörter (deutsch)

Market Garden, Marktgärtnerei, biointensiv, Frischgemüse

Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)

Titel (englisch)

Market Garden: how to strengthen our Austrian fresh vegetable crop production

Abstract (englisch)

In Market Gardens fresh vegetable crops are produced on small scaled farms in an economically successful way by reducing energy and material inputs. The growing system is called bio-intensiv. No significant data are yet available to describe this successful growing method. 

Schlagwörter (englisch)

Market Garden

Projektziele

Entwicklung der bio-intensiven Gemüseanbaumethode zur Erwirtschaftung von hohen Erträgen auf kleinen Anbauflächen im gesamten Jahresverlauf bei rel. niedrigem Ressourceneinsatz und maximaler Bodenschonung. Dissemination des Konzepts.

Praxisrelevanz

Marktgärtnereien sind im Frischgemüsebau ein Zukunftsmodell, dass sich international steigender Beliebtheit erfreut, in Österreich allerdings noch kaum entwickelt ist. Aufgrund der investitionsextensiven Low-input-Ausrichtung bieten sie vor allem Betriebseinsteiger:innen und Übernehmer:innen optimale Startvoraussetzungen. In Verbindung mit direkt vermarktenden Absatzstrukturen entsteht eine Betriebssouveränität und Wertschöpfung, die eine wirtschaftliche Unabhängigkeit und betriebliche Standfestigkeit verspricht. Allerdings fehlen noch gültige Zahlen und Daten sowie praxistaugliche Methoden für eine größerflächige Anwendung im heimischen Frischgemüseanbau. 

Berichte

Abschlussbericht

Kurzfassung

• Marktgärtnerbetriebe weisen eine außergewöhnliche Biodiversität auf. Sie kultivieren 40 bis über 70 verschiedene Gemüsearten. • Marktgärtnerbetriebe erzielen auf kleinsten Freilandflächen und mit einfachsten Mitteln beachtliche Erträge von 2 bis 5 kg/m² • Auf geschützten Anbauflächen (kalte Folientunnel) lassen sich gegenüber dem Freiland 2- bis 5-fache Jahreserträge erzielen • Die größten Ertragsunterschiede zwischen den Marktgärtnerbetrieben ergaben sich beim Blattgemüse bei Spinat und Salat, beim Fruchtgemüse bei Paprika, beim Kohlgemüse bei Weißkraut, bei Wurzelgemüse bei Karotten und bei den Zwiebeln. • Sehr große Ertragspotenziale werden in der marktgärtnerischen Praxis derzeit noch gar nicht genutzt. Im Versuchsmaßstab sind Durchschnittserträge von 13 kg/m² im Freiland erreicht worden. Spitzenerträge gingen bis 25 kg/m²

Berichtsdateien

Marktgärtnerei – Innovation zur Stärkung der österreichischen Frischgemüseversorgung

Abstract (deutsch)

  • Marktgärtnerbetriebe weisen eine außergewöhnliche Biodiversität auf. Sie kultivieren 40 bis über 70 verschiedene Gemüsearten.
  • Marktgärtnerbetriebe erzielen auf kleinsten Freilandflächen und mit einfachsten Mitteln beachtliche Erträge von 2 bis 5 kg/m²
  • Auf geschützten Anbauflächen (kalte Folientunnel) lassen sich gegenüber dem Freiland 2- bis 5-fache Jahreserträge erzielen
  • Die größten Ertragsunterschiede zwischen den Marktgärtnerbetrieben ergaben sich beim Blattgemüse bei Spinat und Salat, beim Fruchtgemüse bei Paprika, beim Kohlgemüse bei Weißkraut, bei Wurzelgemüse bei Karotten und bei den Zwiebeln.
  • Sehr große Ertragspotenziale werden in der marktgärtnerischen Praxis derzeit noch gar nicht genutzt. Im Versuchsmaßstab sind Durchschnittserträge von 13 kg/m² im Freiland erreicht worden. Spitzenerträge gingen bis 25 kg/m²

Abstract (englisch)

  • Market gardens are characterised by exceptional biodiversity. They cultivate between 40 and over 70 different types of vegetables.
  • Market gardens achieve remarkable yields of 2 to 5 kg/m² on the smallest of outdoor areas and with the simplest of means.
  • On protected cultivation areas (cold plastic polytunnels), annual yields 2 to 5 times higher than in open fields can be achieved.
  • The greatest differences in yield between market garden farms were found in leafy vegetables such as spinach and lettuce, fruit vegetables such as peppers, cabbage vegetables such as white cabbage, root vegetables such as carrots, and onions.
  • Very large yield potentials are currently not being exploited at all in market gardening practice. On a trial scale, average yields of 13 kg/m² have been achieved in open fields. Peak yields reached up to 25 kg/m².

Autor/innen

Palme, W.