Marillenbäume unter Folienüberdachung

© HBLAWO-Wurm

Marille-Bio-Fruchtwa: Anbau von Marillensorten als Fruchtwandsystem mit Blühstreifeneinsaaten unter Bio-Bedingungen mit und ohne Witterungsschutzsystem

Projektleitung

Lothar Wurm

Forschungseinrichtung

HBLA und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

Projektnummer

101421

Projektlaufzeit

-

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus| Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Allgemeine Projektinformationen

Schlagwörter (deutsch)

Fruchtwandsysteme´, Marillensorten, Biologische Produktion, Witterungsschutzsystem

Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)

Titel (englisch)

Cultivation of apricot cultivars as a fruit wall system with herbal seeds under organic conditions with and without cover protection system

Projektziele

Testung der Sorteneignung für Frischmarkt unter Bio-Bedingungen
Testung der Eignung eines Fruchtwandsystems
Testung eines Witterungsschutzsystems
Testung von Kräutereinsaaten zur Etablierung nützlingsfördender Blühstreifen in der Fahrgasse

Praxisrelevanz

Die Fruchtwandsysteme helfen Kosten zu sparen.
Kräutereinsaaten fördern die Biodiversität und können helfen, Schaderreger in Schach zu halten.
Biologische Produktion ist steigend.

Berichte

Abschlussbericht

Kurzfassung

Im Herbst 2017 wurden im Versuchsquartier 083 des Versuchsgutes Haschhof die Marillensorten Tsunami, Orangered, Bergeval, Klosterneuburger, Digat und Vertige gepflanzt, als Spindel im Pflanzsystem 3,5 m x 2 m erzogen und unter Bioanbaubedingungen getestet. Im Frühjahr 2021 wurde die Hälfte des Quartiers mit einer Folie des Systems VOEN überdacht. Bis zum sechsten Standjahr fruchtete die Sorte Bergeval unter den Bioanbaubedingungen am höchsten. Die geringsten Erträge brachte Klosterneuburger. Zu Frostschäden kam es in den Jahren 2020 und 2023, besonders stark bei Klosterneuburger und Tsunami. Bei Bergeval und Vertige waren überdurchschnittlich hohe Baumausfälle zu verzeichnen. Als mögliche Ursachen werden Phytoplasmenbefall, Trockenstress und Nachbaueffekte diskutiert. Positive Effekte der Folienüberdachung waren die Reduktion von Monilia‐ Spitzendürreinfektionen, die Reduktion der Spätfrostschäden 2023 und eine Steigerung der Fruchterträge. Diesen Vorteilen stehen die hohen Investitionskosten, der Aufwand für das Öffnen und Schließen der Folie und das Risiko für Schäden durch Schneedruck und extreme Windbelastungen gegenüber.

Publikationen

Alle Publikationen wurden vom Projektverantwortlichen eingetragen und liegen in dessen Verantwortung.

Wurm Lothar (2024). Vergleich von Marillensorten im Freiland und unter einer Folienüberdachung unter biologischer Produktion (74 (2024): 22‐40). Mitteilungen Klosterneuburg 74 (2024): 22‐40.