KLÖSTA: Klimawandelanpassung im österreichischen Ackerbau
Projektleitung
Julian Zeilinger
Forschungseinrichtung
Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen
Projektnummer
102196Projektlaufzeit
-
Finanzierungspartner
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Allgemeine Projektinformationen
Abstract (deutsch)
Die Landwirtschaft ist einer der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Sektoren und steht daher besonders unter Druck, sich an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen. Das Projekt zielt darauf ab, die Klimawandelanpassung österreichischer Ackerbaubetriebe zu analysieren und Maßnahmen zur Stärkung der Umsetzung zu identifizieren. Dabei werden (i) die betriebliche Anpassung an klimatische Veränderungen, (ii) die Auswahl und Umsetzung von Anpassungsoptionen sowie (iii) die Barrieren und Treiber für betriebliche Anpassungsfähigkeiten untersucht. Eine zentrale Rolle spielt die Identifikation und Klassifizierung von Anpassungstypen der Betriebe durch einen Mixed-Methods-Ansatz, der quantitative und qualitative Aspekte integriert, um spezifische Hindernisse und förderliche Faktoren für die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel aufzuzeigen. Dafür werden unter anderem auch qualitative Interviews mit Landwirt:innen geführt, um tiefere Einblicke in die Motivationen und Herausforderungen bei der Umsetzung von Anpassungsstrategien zu gewinnen. Im Rahmen der Ergebnissynthese werden unterschiedliche Stakeholder im Rahmen partizipativer Formate aktiv eingebunden, um maßgeschneiderte Strategien zur besseren Umsetzung von Klimawandelanpassung in die Praxis zu entwickeln. Diese Strategien sollen den Betrieben helfen, ihre Anpassungsfähigkeit gegenüber klimatischen Herausforderungen zu steigern und bestehende Anpassungslücken zu schließen.
Schlagwörter (deutsch)
Klimawandel, Ackerbau, Q-Methode, Anpassungsfähigkeit, Mixed-Methods
Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)
Titel (englisch)
Climate change adaptation in Austrian arable farming
Abstract (englisch)
Agriculture is one of the sectors most affected by climate change and is therefore under significant pressure to adapt to changing climatic conditions. The project aims to analyse the climate change adaptation of Austrian arable farms and identify measures to strengthen their implementation. It focuses on (i) farm-level adaptation to climatic changes, (ii) the selection and implementation of adaptation options, and (iii) the barriers and drivers of adaptive capacities at the farm level. A key aspect is the identification and classification of farm adaptation types using a mixed-methods approach that integrates quantitative and qualitative methods to reveal specific barriers and drivers for climate change adaptation. This includes conducting qualitative interviews with farmers to gain deeper insights into their motivations and challenges in implementing adaptation strategies. As part of the synthesis of results, various stakeholders are actively involved to develop tailored strategies for better implementation of climate change adaptation in practice. These strategies aim to help farms enhance their adaptive capacity to climatic challenges and close existing adaptation gaps.
Schlagwörter (englisch)
climate change, arable farming, Q methodology, adaptive capacity, mixed methods
Projektziele
Dieses Projekt zielt darauf ab, die Klimawandelanpassung(sfähigkeit) österreichischer Ackerbaubetriebe zu analysieren und Strategien zur Stärkung der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen zu identifizieren. Im Detail werden zunächst die Anpassung an klimatische Veränderungen sowie die Auswahl und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen auf Betriebsebene untersucht. Einen zentralen Aspekt stellt danach die Bildung von empirisch begründeten Anpassungstypen von Ackerbaubetrieben und die Untersuchung von Barrieren und Treibern für betriebliche Anpassungsfähigkeiten dar. Aufbauend darauf werden betriebliche Charakteristika der identifizierten Gruppen detailliert beschrieben (z.B. zur Identifikation von Vorzeigebetrieben). Im Anschluss sollen maßgeschneiderte Strategien zur Erhöhung der Anpassung(-sfähigkeit) partizipativ mit verschiedenen Stakeholder:innen erarbeitet werden und damit praxisorientierte Schlussfolgerungen und Empfehlungen entstehen.
Praxisrelevanz
Im Einklang mit der Vision 2028+ des BML (jetzt BMLUK), die den Ausbau der anwendungsorientierten Forschung im Bereich Klimawandelanpassung betont, zielt dieses Projekt darauf ab, praxisnahe Lösungsstrategien für die Herausforderungen der Klimawandelanpassung im österreichischen Ackerbau zu entwickeln. Ein zentraler Ansatzpunkt ist die Bildung empirisch begründeter Anpassungstypen von Ackerbaubetrieben, um spezifische und effiziente Strategien zu erarbeiten, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Einstellungen der Betriebe gerecht werden. Dabei werden auch Vorzeigebetriebe identifiziert, die als praktische Beispiele für erfolgreiche Anpassung dienen können und anderen Betrieben als Orientierungshilfe dienen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Identifikation von Barrieren und Treibern für betriebliche Anpassungsmaßnahmen. Diese Erkenntnisse ermöglichen es, gezielte Maßnahmen zu entwickeln, die Hindernisse abbauen und die Umsetzung von Anpassungsstrategien in der Praxis fördern.
Die Einbindung von Stakeholder:innen in Workshops und Interviews stellt sicher, dass die entwickelten Maßnahmen nicht nur theoretisch fundiert, sondern auch praktisch umsetzbar sind. Dieses kollaborative Vorgehen berücksichtigt vielfältige Perspektiven und gewährleistet, dass die Strategien auf die realen Bedürfnisse und Herausforderungen der Betriebe abgestimmt sind.
Im Anschluss sollen maßgeschneiderte Strategien zur Erhöhung der Anpassung(-sfähigkeit) partizipativ mit verschiedenen Stakeholder:innen erarbeitet werden und damit praxisorientierte Schlussfolgerungen und Empfehlungen entstehen.
Abschließend werden die Ergebnisse des Projekts in Form von praxisorientierten Handlungsempfehlungen aufbereitet. Diese sollen helfen, die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimatischen Herausforderungen zu steigern und bestehende Anpassungslücken zu schließen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Praxis wird sichergestellt, dass die entwickelten Strategien direkt anwendbar sind und einen nachhaltigen Beitrag zur Resilienz des österreichischen Ackerbaus leisten.