GRÜWA: Grüne Reiswanze (Nezara viridula): Entwicklung von Strategien zu Kontrolle und Management
Projektleitung
Christine Judt
Forschungseinrichtung
Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Projektnummer
102284Projektlaufzeit
-
Finanzierungspartner
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Allgemeine Projektinformationen
Abstract (deutsch)
Die Grüne Reiswanze (Nezara viridula) ist ein invasiver, wärmeliebender Schädling mit hoher Wirtspflanzenvielfalt, der zunehmend Schäden in der österreichischen Landwirtschaft verursacht. Besonders betroffen sind kleinstrukturierte Gemüsebaubetriebe sowie der Ackerbau (v. a. Sojabohne), wo der Befall zu erheblichen Ertrags- und Qualitätsverlusten führen kann. Aktuell verfügbare Bekämpfungsmethoden sind in der Praxis oft unzureichend oder schwer umsetzbar. Der zunehmende Befallsdruck sowie klimawandelbedingte Populationszunahmen erfordern dringenden Handlungsbedarf. Ziel des Projekts ist die Entwicklung praxistauglicher, ökologisch verträglicher und wirtschaftlich tragfähiger Strategien zur Kontrolle von N. viridula. Dabei wird ein integrativer Ansatz verfolgt, der biologische, mechanische und pflanzenbauliche Maßnahmen kombiniert. Ein zentrales Arbeitspaket ist die systematische Erhebung natürlicher Gegenspieler auf Sojaflächen. Dabei wird deren Vorkommen in Abhängigkeit von Landschaftselementen dokumentiert und ihr biologisches Kontrollpotenzial mittels standardisierter Methoden bewertet. Strategien zur optimierten Ausbringung des Eiparasitoids Trissolcus basalis im Freiland werden entwickelt und erprobt – etwa durch Drohnentechnik mit biologisch abbaubaren Trägern. Im geschützten Anbau soll der Parasitierungserfolg von T. basalis unter Praxisbedingungen hinsichtlich zweier Ausbringungsstrategien evaluiert werden. Ein Sortenversuch bei Soja dient zur Bewertung der Anfälligkeit gegenüber der Grünen Reiswanze, während ein umfassendes Kultur- und Sortenmonitoring Aufschluss über generelle Präferenzen der Grünen Reiswanze liefern soll. Ebenso werden Versuche mit ausgewählten Blühpflanzen durchgeführt, um deren Potential als Fangpflanzen zu evaluieren und künftig in Kombination mit weiteren Strategien (z.B. mechanisches Absammeln) Einsatz zu finden. Versuche an der steirischen Käferbohne sollen die ertragsschädigende Wirkung der Reiswanze untersuchen. Zusätzlich wird die Wirksamkeit des mechanischen Absammelns (Absauggeräte) als alternatives Verfahren getestet. Ein intensives Wissensmanagement gewährleistet die Dissemination der Ergebnisse an Praxis, Beratung und Forschung. Das Projekt trägt zur Entwicklung nachhaltiger Pflanzenschutzstrategien und zur Stärkung klimaresilienter Produktionssysteme bei – ein zentraler Beitrag zur Sicherung der österreichischen Landwirtschaft.
Schlagwörter (deutsch)
invasive Schadorganismen, Nützlinge, Soja, Produktqualität, Insekten, Fallstudien, Surveys, Kultur- und Sortenpräferenzen
Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)
Titel (englisch)
Green Stink Bug (Nezara viridula): Development of Control and Management Strategies
Abstract (englisch)
The green stink bug (Nezara viridula) is an invasive, thermophilic pest with a broad host range that is causing increasing damage to Austrian agriculture. Small-scale vegetable farms and arable crops — especially soybeans — are particularly affected, with infestations leading to significant yield and quality losses. Currently, available control methods are often inadequate or difficult to implement in practice. Rising pest pressure, exacerbated by climate-induced population increases, underscores the urgent need for action. The aim of this project is to develop practical, ecologically sustainable, and economically viable strategies for controlling N. viridula in Austria. An integrated approach is being pursued, combining biological, mechanical, and agronomic measures. A key work package involves the systematic survey of natural enemies on soybean fields. Their presence will be documented in relation to landscape features, and their biological control potential will be assessed using standardized methods. Strategies for optimized field release of the egg parasitoid Trissolcus basalis will be developed and tested, e.g., drone-based applications with biodegradable carriers. In protected cultivation, the parasitism success of T. basalis will be evaluated under practical conditions, comparing two release strategies. A soybean variety trial will assess susceptibility to the pest, while broader crop and variety monitoring will provide insights into N. viridula host preferences. Similarly, experiments will be conducted with selected flowering plants to evaluate their potential as trap crops and to enable their future use in combination with additional strategies (e.g., mechanical removal).. Experiments on Styrian scarlet runner beans will further investigate yield losses caused by the stink bug. Complementary studies will test mechanical removal methods (e.g., suction devices) as alternative control options. A strong knowledge dissemination component ensures the targeted transfer of project findings to practitioners, advisors, and researchers. This project contributes to the development of sustainable plant protection strategies and supports the resilience of climate-adapted production systems—playing a vital role in safeguarding Austrian agriculture.
Schlagwörter (englisch)
invasive pests, beneficial organisms, soybeans, product quality, insects, case studies, surveys, crop and cultivar preferences
Projektziele
Die Grüne Reiswanze (Nezara viridula), ursprünglich in Ostafrika beheimatet (Jones 1988), hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit verbreitet und ist mittlerweile auch in einigen Ländern Europas etabliert (Rabitsch et al., 2010). Seit 2015 häufen sich Funde auch in Österreich, vor allem in urbanen Gebieten wie Wien und Graz, wobei die Wanze dort vermehrt in Hausgärten und Glashäusern auftritt (LK Warndienst; Moyses et al., 2022).
Die Grüne Reiswanze stellt eine zunehmende Bedrohung für den österreichischen Gemüse- und Ackerbau dar. Als polyphager Schädling bevorzugt er Pflanzen aus den Familien der Fabaceae, Solanaceae und Rosaceae (CABI, 2021). In Österreich werden derzeit die stärksten Schäden bei Tomaten, Paprika, Melanzani und Stangenbohnen verzeichnet. Aber auch Zucchini, Gurken und eine Vielzahl weiterer Gemüsesorten sind betroffen, teilweise mit hohen Ertragsausfällen (mündliche Mitteilung), speziell im Hochsommer, wenn die zweite Wanzengeneration aktiv ist. Vor allem kleinstrukturierte, vielfältig bewirtschaftete Betriebe sind besonders stark betroffen, da sich der Befall dort über die Saison hinweg auf zahlreiche Kulturen ausbreiten kann und oft keine ausreichenden Ressourcen für eine effektive Bekämpfung vorhanden sind. Im Ackerbau zeigt sich insbesondere die Sojabohne als anfällig und bei Edamame sind Produzent:innen bereits mit Qualitätsreklamationen konfrontiert (mündliche Mitteilung). Aber auch auf Mais, Käferbohnen und Kartoffeln wurden die Wanzen regelmäßig gesichtet (‘Warndienst Grüne Reiswanze 2025 | Warndienst - Grüne Reiswanze’,2025). Daneben zählen diverse Beeren- und Obstkulturen, Wein, Hibiskus, Kräuter, Sonnenblumen und einjährige krautige Kulturen zu ihren Wirtspflanzen (CABI 2021).
N. viridula ernährt sich durch Anstechen von jungen Sprossen, Blättern, Trieben, Samen und Früchten (Temple et al. 2013). Die Folge sind Verfärbungen, Verkorkungen, Deformationen und geschmackliche Einbußen, die häufig zur Vermarktungsunfähigkeit der Ernte führen. Insbesondere bei Melanzani und Gurken kann es zum Absterben von Pflanzenteilen oberhalb der Einstichstelle kommen – mit daraus resultierenden Ertragsverlusten. Bei Ackerkulturen wie z. B. der Sojabohne kann es durch die Saugtätigkeit zudem zu einer reduzierten Keimrate und verringerten Qualität und Quantität der Samen kommen (Panizzi und Slansky, 1985). So wurde auch im Rahmen von Versuchen des Projekts Bionet-Sonderkulturen eine reduzierte Keimrate bei Edamame-Samen nachgewiesen (Judt 2025). Obwohl keine phytopathogenen Viren übertragen werden, begünstigen die Einstichstellen sekundäre Infektionen (Russin 1988). Sowohl wissenschaftliche Studien als auch praxisnahe Beobachtungen legen nahe, dass N. viridula spezifische Präferenzen nicht nur zwischen unterschiedlichen Kulturarten, sondern auch innerhalb derselben Kulturart hinsichtlich bestimmter Sorten und Genotypen aufweist (Campos et al. 2010; De Santana Souza et al. 2013).
Die derzeit verfügbaren Bekämpfungsmöglichkeiten in Österreich sind unzureichend. Mechanische Methoden wie das händische Absammeln von Eigelegen, Nymphen und adulten Tieren oder das Einnetzen zeigen nur begrenzte Praxistauglichkeit, da sie arbeitsintensiv oder technisch schwer umsetzbar sind. Auch die Auswahl an zugelassenen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen ist stark eingeschränkt und beruht überwiegend auf zeitlich befristeten Notfallzulassungen. Die verfügbaren Wirkstoffe zeigen zudem nur eine eingeschränkte Wirksamkeit. Darüber hinaus zeichnet sich die Grüne Reiswanze durch eine hohe Mobilität und ein ausgeprägtes Fluchtverhalten aus (z. B. Fallenlassen bei Störung, Ausweichen in Verstecke, aktiver Abflug), was eine effiziente Erfassung und Bekämpfung erheblich erschwert. Ein kontinuierlicher Zuflug aus angrenzenden Habitaten kann wiederholte Insektizidapplikationen erforderlich machen, wodurch potenziell negative Auswirkungen auf Nichtzielorganismen, insbesondere andere Nutzinsekten, zu erwarten sind (Darfour & Rosentrater, 2022).Klimatische Bedingungen beeinflussen die Populationsentwicklung von N. viridula stark: Die optimale Temperatur für die Entwicklung und Vermehrung von N. viridula liegt bei 25 ºC mit 40 ± 10 % RH (Chanthy et al. 2015). Trockene und warme Sommermonate fördern die Entwicklung, während feuchte, kühle Jahre die Vermehrung hemmen (AGES, 2025). In Österreich bildet N. viridula derzeit bis zu drei Generationen pro Jahr aus. Prognosen zur Klimaentwicklung deuten darauf hin, dass sich die Problematik künftig weiter verschärfen könnte.
Ein vielversprechender und ökologischer Kontrollansatz ist der Einsatz der Schlupfwespe Trissolcus basalis, welche die Eier der Grünen Reiswanze parasitiert. Diese wurde 2021 erstmals in Österreich nachgewiesen (Moyses et al. 2022) und ist seit 2023 für den gezielten Einsatz im Freiland und unter Glas zugelassen. Erste Erfolge wurden in großflächigen Glashäusern erzielt, jedoch dürfte es auch hier noch Möglichkeiten geben, Aufwandmengen und Ausbringungsintervalle zu optimieren und dadurch Arbeitsaufwand und Kosten einzusparen, wie Versuche aus Spanien zeigen (Gard et al. 2022). Generell besteht in Bezug auf Ausbringungstechnik und Wirtschaftlichkeit noch erheblicher Optimierungsbedarf, insbesondere in kleinstrukturierten Betrieben sowie im Freiland.
Ziel des vorliegenden Projekts ist die Entwicklung und Evaluierung praxistauglicher und ökologisch nachhaltiger Strategien zur Kontrolle und zum Management der Grünen Reiswanze in Österreich. Dazu wird vorhandenes Wissen zur Biologie, Schadwirkung und natürlichen Gegenspielern der Art systematisch aufbereitet, validiert und – wo erforderlich – durch neue Erkenntnisse ergänzt. Auf dieser Grundlage sollen wirksame, kombinierbare Maßnahmen zur Eindämmung des Schädlings entwickelt, unter realen Anbaubedingungen erprobt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit bewertet werden.
Die zentralen Zielbereiche umfassen:
- Identifikation und Bewertung natürlicher Gegenspieler von N. viridula (insbesondere Parasitoide wie T. basalis aber auch räuberischer Arthropoden) durch mehrjährige Freilanderhebungen in zwei Regionen. Dabei werden auch der Einfluss von Landschaftselementen (z. B. Blühstreifen, Hecken) und die Parasitierungs- und Prädationsraten unter standardisierten Bedingungen und somit deren Potenzial als konservierende Maßnahme untersucht.
- Optimierung der Ausbringung von T. basalis im Freiland mittels innovativer Techniken (z. B. Drohnentechnik mit biologisch abbaubaren Trägern) sowie im geschützten Anbau durch Anpassung der Ausbringungshäufigkeit und Aufwandmengen an jahreszeitlich-klimatische Bedingungen.
- Untersuchung kultur- und sortenspezifischer Anfälligkeit: Auf Basis von Sortenversuchen bei Soja, der Prüfung potenziell attraktiver Fangpflanzen sowie einem umfassenden Kultur- und Sortenscreening bei Gemüse werden Empfehlungen für gezielte Anbaustrategien abgeleitet.
- Erhebung der ertragsschädigenden Wirkung der Reiswanze bei der steirischen Käferbohne.
- Testung physikalischer Bekämpfungsalternativen, wie das mechanische Entfernen der Wanzen mit (adaptierten) Absammelgeräten.
- Effizientes Projektmanagement, Wissenstransfer und Dissemination, um die Ergebnisse zielgerichtet an Praxis, Beratung, Forschung und Politik zu vermitteln. Dies umfasst Veröffentlichungen, Präsentationen der Versuchsergebnisse auf Fachtagungen sowie deren online-Bereitstellung.
Das Projekt adressiert ein drängendes pflanzenbauliches Problem mit zunehmender Relevanz für die österreichische Landwirtschaft und liefert praxisorientierte Lösungen, die unmittelbar in den Betrieben umgesetzt werden können. Gleichzeitig stärkt es biodiversitätsfördernde, klimaresiliente Produktionssysteme und unterstützt einen nachhaltigeren Pflanzenschutz.
Praxisrelevanz
Die zunehmende Ausbreitung der Grünen Reiswanze (N. viridula) bedroht die österreichische Landwirtschaft im Gemüse- und Ackerbau. Klimatische Veränderungen, hohe Anpassungsfähigkeit und Polyphagie haben zu einer zunehmenden Etablierung in Österreich geführt. Die wirtschaftlichen Schäden durch N. viridula sind vielfältig: Von qualitativen Mängeln durch Deformationen, geschmackliche Einbußen, Verunreinigungen des Ernteguts bis hin zu vollständigen Ernteverlusten. Gleichzeitig sind viele der bislang eingesetzten Bekämpfungsmaßnahmen in der Praxis schwer umsetzbar oder nur unzureichend wirksam. Der Einsatz chemischer Mittel ist aufgrund regulatorischer Einschränkungen, Umweltbedenken, Verhalten der Grünen Reiswanze und Verbraucherpräferenzen limitiert. Mechanische Maßnahmen wie händisches Absammeln oder Einnetzen sind arbeitsintensiv, in großflächigen Kulturen kaum praktikabel und stoßen dadurch an ihre Grenzen.
Daher besteht dringender Handlungsbedarf, praxistaugliche, ökologisch verträgliche und wirtschaftlich tragbare Strategien zur Kontrolle und zum Management der Grünen Reiswanze zu entwickeln. Das geplante Projekt greift diesen Bedarf auf und zielt darauf ab, systematisch anwendungsorientierte Lösungen zu entwickeln und zu evaluieren, die unmittelbar in landwirtschaftlichen Betrieben zur Anwendung kommen können. Besonders praxisrelevant ist die mögliche Kombination verschiedener Strategien in einem integrierten Pflanzenschutzansatz:
- Biologische Kontrolle durch natürliche Gegenspieler: Das Projekt verfolgt eine praxisnahe, nachhaltige Schädlingsbekämpfung der Grünen Reiswanze durch natürliche Gegenspieler. Im Fokus steht der gezielte Einsatz der Schlupfwespe T. basalis im Freiland und geschützten Anbau, ergänzt durch Maßnahmen zur Förderung von Biodiversität wie Blühstreifen und anderen Landschaftselementen zur Schaffung alternativer Habitate und Nahrungsquellen für natürliche Gegenspieler. Die Ergebnisse können direkt in agrarökologische Fördermaßnahmen einfließen und eine effektive, praktikable Stärkung der Nützlinge ermöglichen.
- Optimierung der Ausbringungstechnik: Die Entwicklung kosteneffizienter und anwenderfreundlicher Ausbringungsverfahren, z. B. mittels Drohnentechnologie, verbessert die Umsetzung biologischer Bekämpfungsmaßnahmen erheblich – insbesondere im Ackerbau auf größeren Flächen.
- Optimierung der Ausbringungsfrequenz: Die Untersuchung unterschiedlicher Ausbringungsintervalle von T. basalis zielt darauf ab, eine effektive und gleichzeitig arbeitswirtschaftlich sinnvolle Strategie zur biologischen Bekämpfung von N. viridula im geschützten Anbau zu entwickeln. Durch den Vergleich von wöchentlicher und zweiwöchentlicher Freilassung des Nützlings sollen praxisnahe Empfehlungen zur optimalen Aufwandmenge und Behandlungsfrequenz abgeleitet werden, speziell für die heißen Sommermonate. Die Erhebung der Parasitierungsrate und der Fruchtschäden ermöglicht eine direkte Bewertung der Wirksamkeit im Produktionsalltag.
- Mechanische und kulturelle Maßnahmen: Die Erprobung mechanischer Maßnahmen wie (adaptierte) Absammelgeräte kann praktikable Alternativen zur chemischen Bekämpfung bieten bzw. auch für die Verwendung von kombinierten Verfahren eingesetzt werden.
- Sortenwahl / -präferenzen / Fangpflanzen: Durch die systematische Erhebung von Befallsunterschieden zwischen verschiedenen Kulturen bzw. Sorten sollen Empfehlungen abgeleitet werden, die Betriebe in der Anbauplanung berücksichtigen können. Dies trägt zur Reduktion von Schädlingsdruck und Ernteverlusten bei. Ebenso könnten anfälligere Kulturen und Sorten als Fangpflanzen eingesetzt werden.
- Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit: Die im Projekt generierten Ergebnisse werden zielgerichtet an Landwirt:innen, Beratungskräfte und Entscheidungsträger:innen kommuniziert. Dies geschieht in Form von Publikationen und Präsentationen auf einschlägigen Veranstaltungen sowie durch eine praxisnah aufbereitete Informationsbroschüre der wichtigsten Ergebnisse. Dadurch ist sichergestellt, dass neue Erkenntnisse rasch Eingang in die Praxis finden.
Langfristig stärkt das Projekt nicht nur die Resilienz der landwirtschaftlichen Produktion gegenüber einem invasiven Schädling, sondern trägt auch zur Förderung ökologischer und klimafitter Produktionssysteme bei. Es unterstützt landwirtschaftliche Betriebe dabei, ihre Kulturen mit innovativen, umweltfreundlichen Methoden zu schützen, sich an veränderte Klimabedingungen anzupassen und wirtschaftlich tragfähig zu bleiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das beantragte Projekt eine hohe Praxisrelevanz besitzt. Es adressiert konkrete Herausforderungen der österreichischen Landwirtschaft, liefert wissenschaftlich fundierte, direkt anwendbare Lösungen und trägt somit wesentlich zur Sicherung der Erträge, zur Reduktion von Pflanzenschutzmittelanwendungen und zum Erhalt der landwirtschaftlichen Vielfalt bei.