CropModellierung: Biophysikalische Prozesse der landwirtschaftlichen Bodennutzung in Österreich - Modellierung und Analyse

Projektleitung

Yvonne Stickler

Forschungseinrichtung

Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen

Projektnummer

102128

Projektlaufzeit

-

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft | Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Allgemeine Projektinformationen

Abstract (deutsch)

Im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und ökologisch nachhaltiger Produktion gibt es zwischen den unterschiedlichen Teilbereichen der Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme eine Vielzahl von Wechselwirkungen, die Zielkonflikte aber auch Synergieeffekte zur Folge haben können. Zum Aufzeigen der komplexen Zusammenhänge, die bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen auftreten, können neben theoretischen, konzeptionellen Überlegungen auch quantitative Methoden hilfreich sein. Neben prozess-basierten Crop Models mit einem großen Datenbedarf kommen zu diesem Zweck in den letzten Jahren vermehrt auch statistische und Machine Learning-Modelle zum Einsatz, die meist weniger datenintensiv und flexibler in Bezug auf Datenanforderungen, dafür oft weniger detailliert und ohne Nachbildung der kausalen Zusammenhänge konzipiert sind.


An Hand von konkreten Fragestellungen soll ein Analysekonzept entwickelt werden, das eine Untersuchung von negativen und positiven Umwelteffekten der landwirtschaftlichen Bodennutzung sowie umgekehrt der Auswirkungen aktueller und zu erwartender zukünftiger ökologischer Rahmenbedingungen auf die landwirtschaftliche Bodennutzung ermöglicht. Den regionalen Verhältnissen angepasst und mit einer gewissen Flexibilität ausgestattet kann das Analysekonzept eine wertvolle Entscheidungsgrundlage für eine Vielzahl von Fragestellungen im Agrarumweltbereich sein.

Schlagwörter (deutsch)

Natürliche Ressourcen, Nachhaltigkeit, Agrarpolitik, Klimawandel, Resilienz, Modellierung

Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)

Titel (englisch)

Biophysical processes of agricultural land use in Austria – modelling and analysis

Abstract (englisch)

Between the topics of economic efficiency and ecologically sustainable production, there are numerous interactions between the various sub-areas of the agricultural, environmental and food systems, which can lead to conflicting goals but also synergy effects. Along with theoretical and conceptual considerations, quantitative methods can be helpful in analyzing the complex interrelationships that occur in the management of agricultural land. In addition to process-based crop models with large data requirements, statistical and machine learning models have been increasingly used for this purpose in recent years. These types of models are usually less data-intensive and more flexible in terms of data requirements, but often less detailed and designed without replicating the causal relationships.

Based on specific questions, this project aims to develop an analysis concept that enables the investigation of negative and positive environmental effects of agricultural land use and, conversely, the effects of current and expected future ecological framework conditions on agricultural land use. Adapted to regional conditions and equipped with a certain degree of flexibility, the analysis concept can be a valuable basis for decision-making on a wide range of issues in the agri-environmental field.

Schlagwörter (englisch)

Natural resources, Sustainability, Agricultural policy, Climate Change, Resilience, Modeling

Projektziele

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Analysekonzepts zur Untersuchung von negativen und positiven Umwelteffekten der landwirtschaftlichen Bodennutzung sowie umgekehrt der Auswirkungen aktueller und zu erwartender zukünftiger ökologischer Rahmenbedingungen auf die landwirtschaftliche Bodennutzung.

Der Projektoutput soll ein theoretisches Framework basierend auf einer systemischen Herangehensweise, eine Datenbasis bestehend aus relevanten Daten und Indikatoren sowie eine Auswahl an Methoden zur quantitativen Analyse umfassen. Den regionalen Verhältnissen angepasst und mit einer gewissen Flexibilität ausgestattet kann das Analysekonzept eine wertvolle Entscheidungsgrundlage für eine Vielzahl von Fragestellungen im Agrarumweltbereich sein.

Ein weiteres Projektziel ist die Neuberechnung der Bodenklimakurven für die Finanzbodenschätzung in Kooperation mit dem BMF bis Ende 2025.

Praxisrelevanz

Klimawandel und zunehmend begrenzte Ressourcen führen zu sich ändernden Rahmenbedingungen für die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen, auf die die Agrarpolitik mit verschiedenen Maßnahmen zu reagieren versucht. Das hier entwickelte quantitative Analysetool kann zu einer Verbesserung der Entscheidungsgrundlage für die Gestaltung politischer Maßnahmen beitragen.