CDIL-III: Cluster Digitalisierung in der Landwirtschaft 2024-2028
Projektleitung
Franz Handler
Forschungseinrichtung
Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Francisco Josephinum
Projektnummer
102212Projektlaufzeit
-
Finanzierungspartner
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft
Allgemeine Projektinformationen
Abstract (deutsch)
Im “Cluster Digitalisierung in der Landwirtschaft 2024-2028” arbeiten 23 Kooperationspartner zusammen, um den nutzenstiftenden Einsatz digitaler Technologien in der Landwirtschaft voranzubringen.
Es werden zwei operative Teilprojekte bearbeitet:
Die “Innovation Farm” verfolgt weiterhin das übergeordnete Ziel, neue, aber marktfähige digitale Entwicklungen für die landwirtschaftliche Praxis in Österreich sichtbar, verständlich und greifbar zu machen. Insgesamt soll der Nutzen neuer Entwicklungen für Betrieb, Umwelt und Gesellschaft herausgearbeitet werden. Die in Form von „Use Cases“ betrachteten Technologien werden auf künftig von vier (statt wie bisher von drei) Innovation Farm-Standorten koordiniert. Zusätzlich wird eine steigende Zahl an Pilotbetrieben und Versuchspartnern in das Teilprojekt integriert. Weitere thematische Schwerpunkte werden in den Bereichen biologische Landwirtschaft, Berglandwirtschaft und teilautonome Landmaschinen gesetzt. Die “Use Cases” werden nach objektiven Kriterien hinsichtlich Funktionalität, Arbeitswirtschaft, Tauglichkeit für überbetriebliche Zusammenarbeit, Betriebswirtschaft und Umweltwirkungen analysiert und so aufbereitet, dass ein effektiver Wissenstransfer hin zu praktizierenden Landwirt:innen erfolgen kann. Analog zur Entwicklung eines europäischen “Agricultural Data Space” soll ein proof of concept für einen österreichischen Agrardatenraum erarbeitet werden.
“KIIWI - Künstliche Intelligenz im Wissenstransfer” konzentriert sich auf den im Aufruf genannten Themenbereich der “Digitalen Beratungswerkzeuge”, mit deren Hilfe die grundlegenden Veränderungen des agrarischen Wissenstransfers durch Digitalisierung, KI & Co. proaktiv gestaltet werden. Im Jahr 2025 werden die Geschäftsfelder Bildung & Beratung der Landwirtschaftskammern im Zuge eines partizipativen Prozesses mithilfe von einschlägiger, professioneller Prozessbegleitung einer Analyse unterzogen. Anschließend wird eine KI-Strategie der Landwirtschaftskammern erstellt, auf der die Arbeit der Folgejahre aufbauen wird. Dabei werden organisatorische Rahmenbedingungen erörtert, vor allem aber auch die interne und externe Datenverfügbarkeit, -standardisierung und -harmonisierung analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt sind Möglichkeiten von “predictive advisory” durch KI-gestützte Analyse von Agrardaten (frühzeitige Erkennung von betriebsindividuellem Beratungsbedarf aufgrund Kultur, Hangneigung, Klima,…).
Schlagwörter (deutsch)
Beratung, Precision farming, Agrardatenraum, KI-Strategie, Digitalisierung
Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)
Titel (englisch)
Cluster Digitalisation in Agriculture 2024/28
Abstract (englisch)
In the Cluster “Digitalization in Agriculture 2024-2028”, 23 cooperation partners are working together to advance the beneficial use of digital technologies in agriculture.
Two operational sub-projects are being worked on:
The “Innovation Farm” continues to pursue the overarching goal of making new but marketable digital developments visible, understandable and tangible for agricultural practice in Austria. Overall, the benefits of new technologies for farms, the environment and society should be highlighted. The technologies considered in the form of “use cases” will in future be coordinated by four (instead of the previous three) Innovation Farm locations. In addition, an increasing number of pilot farms and test farms are being integrated into the sub-project. Further thematic focuses are in the areas of organic farming, mountain farming and semi-autonomous agricultural machinery. The “use cases” are analyzed according to objective criteria with regard to functionality, work management, suitability for inter-company cooperation, business management and environmental impacts. The results are prepared in such a way that an effective transfer of knowledge to practicing farmers can take place. Analogous to the development of a European Agricultural Data Space, a proof of concept for an Austrian agricultural data space is to be developed.
“KIIWI – Artificial Intelligence in Knowledge Transfer” focuses on the topic area of digital consulting tools, with the help of which the fundamental changes in agricultural knowledge transfer through digitalization, AI & Co. can be proactively shaped. In 2025, the Education & Consulting business areas of the Chambers of Agriculture will be brought together as part of a participatory process with the help of conventional, professional process support and analysis. An AI strategy for the Chambers of Agriculture will then be created, on which the work of the following years will be built. Organizational framework conditions are discussed and, above all, internal and external data availability, standardization and harmonization are analyzed. Another focus is the possibilities of “predictive advisory” through AI-supported analysis of agricultural data (early identification of individual farm advice needs based on culture, slope, climate, etc.).
Schlagwörter (englisch)
advisory, precision farming, Agricultural data space, AI-strategy, digitalization
Projektziele
Hauptziel des beantragten Clusters ist die Steigerung des Nutzens digitaler Technologien für die Landwirtschaft in Österreich.
Der Cluster bildet eine österreichweite Plattform für eine Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen.
Durch die starke Erweiterung mit neuen Partnern wird das Netzwerk gestärkt, was Synergieeffekte zur Folge hat: Es werden die Fachbereiche verbreitert, die Vielfalt von Anwendungen erhöht und das gesamte Bundesgebiet abgedeckt. Unterschiedliche Perspektiven und Expertisen führen zu kreativeren Lösungen, was die Innovationsfähigkeit erhöht. Die Erweiterung des Netzwerkes führt damit zu einer verbesserten regionalen, thematischen und institutionellen Abdeckung und somit zu einer höheren Reichweite.
Die Breite und Vielfalt des Konsortiums ermöglicht eine effiziente Kommunikationsarbeit. Ein wesentliches Ziel des Clusters ist neben der Identifikation des Nutzens neuer Technologien dessen Aufbereitung und Dissemination für alle Landwirt:innen. Ein weiteres horizontales Ziel ist die größtmögliche Effizienz in Bezug auf die Mittelverwendung: Anstelle von vielen Einzelprojekten tritt ein umfangreiches und abgestimmtes Kooperationsprojekt mit effizientem Einsatz der Ressourcen.
Innerhalb der beiden Teilprojekte werden Detailziele adressiert:
Die “Innovation Farm” hat das Ziel, digitale Technologien in der Landwirtschaft zu testen und zu demonstrieren. Konkret zielt die Innovation Farm darauf ab, Österreichs wichtigstes Portal für innovative landwirtschaftliche Technologien zu sein, wovon vor allem Landwirt:innen, aber auch Technologieanbieter und Forschung profitieren.
Das Teilprojekt “KIIWI - Künstliche Intelligenz im Wissenstransfer” hat die initiale Auseinandersetzung mit der Veränderung der Bildungs- und Beratungsarbeit sowie der Informationsbereitstellung zum Ziel. Dabei soll gezeigt werden, wie datenbasierte Entscheidungsunterstützung die Produktion und Betriebsentwicklung unterstützen können.
Damit werden vom Cluster auch Ziele in der SRL adressiert, nämlich 16.1.1 Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Stärkung der Forschung, Innovation, Technologie und Digitalisierung, 16.1.4 Optimierung der Tierhaltung im Hinblick auf Tierwohl und Tiergesundheit, Emissionen und Arzneimittelverbrauch, 16.1.5 Verbesserung überbetriebliche Zusammenarbeit, 16.1.6 Beitrag zur Biodiversität sowie 16.1.7 Beitrag zum Klimaschutz und Klimawandelanpassung.
Weiters werden auch die spezifischen Ziele von EU 2021/2115 adressiert: a) die Förderung tragfähiger landwirtschaftlicher Einkommen durch Innovationen, b) die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe durch einen stärkeren Schwerpunkt auf Forschung, Technologie und Digitalisierung; c) Verbesserung der Position der Landwirte in der Wertschöpfungskette; d) Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung; e) eine Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der effizienten Bewirtschaftung durch Steigerung der Ressourceneffizienz sowie f) eine Verbesserung der Ökosystemleistungen. Beide Teilprojekte decken sich mit dem Querschnittsziel (2) der Förderung und Weitergabe von Wissen, Innovation und Digitalisierung in der Landwirtschaft und ländlichen Gebieten und verbesserten Zugang zu Forschung, Innovation, Wissensaustausch und Qualifikationen.
Praxisrelevanz
Siehe angefügte Datei "Antrag LE-77-02-BML-2024-27742.pdf"