Überblick über den Boden-Wasser-Pflanze Schaubereich an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

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BwpExkurs: Entwicklung und Umsetzung eines Exkursionskonzeptes zur Weitergabe von Wissen aus dem Themenbereich Boden-Wasser-Pflanze

Projektleitung

Markus Herndl

Forschungseinrichtung

HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Projektnummer

101571

Projektlaufzeit

-

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus| Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Allgemeine Projektinformationen

Schlagwörter (deutsch)

Exkursion, Pflanzenbau, Grünland, Boden, Wasser

Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)

Titel (englisch)

Development and implementation of an excursion concept for the transfer of knowledge in the topic of soil-water-plant

Abstract (englisch)

Excursions are an indispensable part of school education and adult education. The HBLFA Raumberg-Gumpenstein has had expertise in practice-oriented plant cultivation research for over 60 years. This knowledge is imparted to pupils, students and farmers in the course of numerous excursions.
Depending on the target group, excursions in the field of plant cultivation range from an overview to very specific knowledge transfer. In most cases, individual field trials are visited and the methods and results explained. Excursion didactic methods and aids for the transfer of knowledge are often missing or the experiments are widely scattered throughout the institution.
In order to meet the requirements of the different target groups with regard to pedagogically valuable and technically demanding knowledge transfer, a pedagogical and spatially limited concept for the transfer of knowledge from the subject area soil-water-plant is needed.
With this excursion concept it should be possible in the future to convey key aspects of plant cultivation research to the respective target group in a spatially compact and didactically demanding way.

Projektziele

Exkursionen gelten durch die unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand in seiner realen Umgebung als prädestiniert, um eine hohe Lernmotivation zu erzeugen und stellen daher einen unverzichtbaren Bestandteil in der schulischen Ausbildung dar. Die Exkursion kann zum Erwerb multipler Kompetenzen sowie zum nachhaltigen Verständnis komplexer Sachverhalte beitragen.
Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissen aus der angewandten Forschung auch im Rahmen von Exkursionen an unterschiedlichste Zielgruppen zu vermitteln. Im Jahr besuchen rund 180 Exkursionen die HBLFA wobei über 3000 Personen an den Themenbereichen Boden-Wasser-Pflanze interessiert sind. Die Inhalte von pflanzenbaulichen Exkursionen reichen von eher allgemeinen Themen wie Bodenwasser- und Nährstoffflüssen bis hin zu spezifischen Aspekten wie Kohlenstoffanreicherung im Kontext von Klimawandel. Um diese Inhalte transportieren zu können, werden meist Feldversuche besucht, wo Vorort die Resultate besichtigt und diskutiert werden. Da diese Versuche meist über den Forschungsbereich verstreut liegen ist eine kompakte und didaktisch anspruchsvolle Wissensvermittlung oft nicht möglich.
Im Rahmen dieses Projektes soll daher ein Konzept erarbeitet werden, um Wissen aus der pflanzenbaulichen Forschung im Rahmen von Exkursionen räumlich kompakt, pädagogisch wertvoll und fachlich anspruchsvoll bereitstellen zu können. Dazu sollen zu Beginn die inhaltlichen Schwerpunkte festgelegt werden und in der Umsetzung dauerhafte Anschauungsobjekte und Feldparzellen installiert werden, um den Anforderungen der unterschiedlichen Zielgruppen gerecht zu werden. Mit dem entwickelten Exkursionskonzept soll es in Zukunft möglich sein, Wissen aus dem Themenbereich Boden-Wasser-Pflanze räumlich kompakt und didaktisch anspruchsvoll an die Schüler, Studenten, Landwirte aber auch an Besucher der Allgemeinheit zu vermitteln. Darüber hinaus ist geplant, es Lehrern aus der Region zu ermöglichen, diese Konzepte zu nutzen um eigenständig Exkursionen mit den Schülern vornehmen zu können.

Praxisrelevanz

Durch das neue Konzept soll es Schülern, Studenten aus dem Umwelt- und Landwirtschaftsbereich sowie Landwirten möglich sein, anhand von Anschauungsobjekten, Messtechnik und Feldversuchen Wissen aus der angewandten Forschung anschaulich vermittelt zu bekommen. Durch die unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand in seiner realen Umgebung soll ein Erwerb multipler Kompetenzen sowie ein nachhaltiges Verständnis zu komplexen Sachverhalten erworben werden.

Berichte

Abschlussbericht

Kurzfassung

Im inneralpinen Raum kommt dem Grünland eine zentrale Bedeutung für landwirtschaftliche Produktion, Biodiversität, Bodenschutz und Wasserhaushalt zu. Trotz umfangreicher Forschungsergebnisse zu den Wechselwirkungen zwischen Boden, Wasser und Pflanze mangelte es bislang an dauerhaft installierten, didaktisch strukturierten Formaten für den Wissenstransfer. Ziel des Projekts war daher die Entwicklung und Umsetzung eines modularen Exkursionskonzepts zur anschaulichen Vermittlung wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse aus dem Themenbereich Boden–Wasser–Pflanze an unterschiedliche Zielgruppen. Am Standort der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wurde ein dauerhaft nutzbarer Schaubereich mit acht thematisch klar gegliederten Stationen realisiert. Bestehende Versuchsanlagen und Langzeitexperimente wurden dabei gezielt in ein pädagogisches Gesamtkonzept integriert. Die Stationen behandeln unter anderem Bodenprofile und Wurzelräume, Ackerkulturen und Fruchtfolgen, Wasserverbrauch und Ertrag im Grünland, Saatgutmischungen, Düngungsstrategien, genetische Vielfalt von Grünlandpflanzen, Sortenzüchtung sowie Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität. Ergänzt wird die analoge Darstellung durch digitale Informationsangebote wie QR-Codes und Kurzfilme. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus realen Versuchsanlagen, anschaulicher Visualisierung und digitaler Vertiefung ein hohes didaktisches Potenzial besitzt. Der Schaubereich hat sich als effektives Instrument für Bildung, Beratung, Forschungstransfer und Öffentlichkeitsarbeit etabliert und wird bereits intensiv genutzt. Insgesamt leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur praxisnahen Umweltbildung und zur Stärkung des Wissenstransfers zwischen agrarwissenschaftlicher Forschung und landwirtschaftlicher Praxis.

Berichtsdateien

Entwicklung und Umsetzung eines Exkursionskonzeptes zur Weitergabe von Wissen aus dem Themenbereich Boden-Wasser-Pflanze

Abstract (deutsch)

Im inneralpinen Raum kommt dem Grünland eine zentrale Bedeutung für landwirtschaftliche Produktion, Biodiversität, Bodenschutz und Wasserhaushalt zu. Trotz umfangreicher Forschungsergebnisse zu den Wechselwirkungen zwischen Boden, Wasser und Pflanze mangelte es bislang an dauerhaft installierten, didaktisch strukturierten Formaten für den Wissenstransfer. Ziel des Projekts war daher die Entwicklung und Umsetzung eines modularen Exkursionskonzepts zur anschaulichen Vermittlung wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse aus dem Themenbereich Boden–Wasser–Pflanze an unterschiedliche Zielgruppen.

Am Standort der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wurde ein dauerhaft nutzbarer Schaubereich mit acht thematisch klar gegliederten Stationen realisiert. Bestehende Versuchsanlagen und Langzeitexperimente wurden dabei gezielt in ein pädagogisches Gesamtkonzept integriert. Die Stationen behandeln unter anderem Bodenprofile und Wurzelräume, Ackerkulturen und Fruchtfolgen, Wasserverbrauch und Ertrag im Grünland, Saatgutmischungen, Düngungsstrategien, genetische Vielfalt von Grünlandpflanzen, Sortenzüchtung sowie Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität. Ergänzt wird die analoge Darstellung durch digitale Informationsangebote wie QR-Codes und Kurzfilme.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus realen Versuchsanlagen, anschaulicher Visualisierung und digitaler Vertiefung ein hohes didaktisches Potenzial besitzt. Der Schaubereich hat sich als effektives Instrument für Bildung, Beratung, Forschungstransfer und Öffentlichkeitsarbeit etabliert und wird bereits intensiv genutzt. Insgesamt leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur praxisnahen Umweltbildung und zur Stärkung des Wissenstransfers zwischen agrarwissenschaftlicher Forschung und landwirtschaftlicher Praxis.

Abstract (englisch)

In inner alpine regions, grassland plays a key role in agricultural production, biodiversity conservation, soil protection, and water regulation. Despite the availability of extensive research on the interactions between soil, water, and plants, there has so far been a lack of permanently installed, didactically structured formats for effective knowledge transfer. The aim of this project was therefore to develop and implement a modular excursion concept to communicate scientifically sound knowledge from the soil–water–plant system in an illustrative and practice-oriented manner to different target groups.

At the AREC Raumberg-Gumpenstein site, a permanently usable demonstration area consisting of eight clearly structured thematic stations was established. Existing experimental infrastructure and long-term trials were deliberately integrated into a coherent educational concept. The stations address, among other topics, soil profiles and root systems, arable crops and crop rotations, water use and yield formation in grassland, seed mixtures, fertilisation strategies, genetic diversity of grassland species, cultivar breeding, and measures to promote biodiversity. The analogue displays are complemented by digital information tools such as QR codes and short videos.

The results demonstrate that the combination of real experimental facilities, visual presentation, and digital content offers high educational value. The demonstration area has become an effective instrument for education, advisory services, research transfer, and public outreach and is already being used extensively. Overall, the project makes a sustainable contribution to practice-oriented environmental education and strengthens knowledge transfer between agricultural research and farming practice.

Autor/innen

Herndl, M.