AREPSA: Nachhaltigkeitsbericht der österreichischen Landwirtschaft – eine Pilotstudie

Projektleitung

Franz Sinabell

Forschungseinrichtung

Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Projektnummer

102211

Projektlaufzeit

-

Finanzierungspartner

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

Allgemeine Projektinformationen

Abstract (deutsch)

In der Pilotstudie zum Nachhaltigkeitsbericht der österreichischen Landwirtschaft wird ein Konzept entwickelt, um auf Basis administrativer Daten einzelner Betriebe Indikatoren zur Nachhaltigkeit des Agrarsektors zu ermitteln. Diese sollen die sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen abbilden, um den Grünen Bericht zur Lage der Landwirtschaft zu ergänzen.

Ein erstes Ziel besteht darin, Standard-Treibhausgas-Emissionen für die wichtigsten Agrargüter in Österreich festzulegen, also Pauschalwerte je Produkt. Dazu werden bereits vorliegende Studienergebnisse (z.B. Emissionsfaktoren von Ackerkulturen) als Grundlage zur weiteren Bearbeitung herangezogen, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.

Ein weiteres Ziel ist es, für jeden landwirtschaftlichen Betrieb Österreichs ausgehend vom Jahr 2020 drei Indikatoren zu berechnen und eine Methode zur Aktualisierung zu entwickeln. Die Indikatoren sind Brutto-Wertschöpfung, Arbeitsplatzsituation und Treibhausgasemissionen. Hinsichtlich der Klimabilanz der Betriebe wird ein vereinfachtes Rechenschema entwickelt, in dem den Aktivitäten einheitliche Emissionsfaktoren zugewiesen werden. Dabei soll die Auswertung auf Betriebsebene mit den Ergebnissen der Treibhausgasinventur Österreichs übereinstimmen. Ein weiteres Ziel ist es, für freiwillig buchführende Betriebe genauere Berechnungen durchzuführen, da für diese Betriebe mehr Daten verfügbar sind. Die dazu herangezogenen Indikatoren sind Brutto- und Netto-Wertschöpfung, Arbeitsplatzsituation und Treibhausgasemissionen. Aufgrund genauerer Daten (z. B. Leistungsdaten der Nutztiere, Zukauf von Düngemitteln) kann auf die betriebliche Situation genauer eingegangen werden. Schließlich wird angestrebt, ein Konzept zur Mehrfachnutzung administrativer Daten der österreichischen Landwirtschaft zu entwerfen, um eine breitere Palette von Nachhaltigkeitsindikatoren für einzelne Betriebe leichter verfügbar zu machen. Darüber hinaus sollen diese Daten auch regionalisiert auswertbar sein. Sie sollen somit auch für andere Zwecke, wie beispielsweise die Erfordernisse der Richtlinie für erneuerbare Energien (RED), im Hinblick auf landwirtschaftliche Rohstoffe nutzbar werden. Die Ebene der regionalen Auswertung dazu ist zumindest NUTS2.

Im Forschungsprojekt werden Interessensträgerinnen und Interessensträger systematisch und explizit in Workshops beteiligt, um die Relevanz der Ergebnisse zu ermöglichen.

Schlagwörter (deutsch)

Landwirtschaft, Österreich, Nachhaltigkeit, Pilotstudie, Monitoring

Titel, Abstract, Schlagwörter (englisch)

Titel (englisch)

Austrian Reporting Pilotstudy for Sustainability Agriculture

Abstract (englisch)

The pilot study for the Austrian agriculture sustainability report is developing a concept for determining indicators of sustainability in the agricultural sector based on administrative data from individual farms. These indicators are intended to reflect social, economic and ecological dimensions, thereby supplementing the economic results traditionally included in the Green Report on the State of Agriculture.

An initial goal is to establish standard greenhouse gas emission values for the most important agricultural goods in Austria, i.e. flat rates per product. Existing study results (e.g. emission factors for arable crops) are being used as a basis for further processing in order to avoid duplication.

Another goal is to calculate three indicators for each agricultural holding in Austria starting in 2020 and to develop a method for updating them (e.g. using IACS data, databases on livestock, data on interventions and beneficiaries, administrative data on the implementation of measures under the CAP Strategic Plan). The indicators are gross value added, employment situation and greenhouse gas emissions. With regard to the climate balance of farms, a simplified calculation scheme is being developed in which uniform emission factors are assigned to activities. The evaluation at farm level should correspond to the results of Austria's greenhouse gas inventory.

Another goal is to perform more accurate calculations for farms that voluntarily keep accounts, as more data is available for these farms. The indicators used for this purpose are gross- and net-value added, employment situation and greenhouse gas emissions. More accurate data (e.g. livestock performance data, purchase of fertilisers) allows for a more detailed analysis of the operational situation. Finally, the aim is to develop a concept for the multiple use of administrative data from Austrian agriculture to make a wider range of sustainability indicators more easily available for individual farms. In addition, these data should also be evaluable on a regional basis. They should thus also be usable for other purposes, such as the requirements of the Renewable Energy Directive (RED) with regard to agricultural raw materials. The level of regional evaluation for this is at least NUTS2.

Stakeholders are systematically and explicitly involved in workshops as part of the research project to secure the relevance of the research results.

Schlagwörter (englisch)

Austria, Agriculture, Sustainability, Monitoring, Pilot Study

Projektziele

In Österreich fehlen bisher Methoden und Verfahren, die es ermöglichen, für alle Betriebe in Österreich Indikatoren zur Nachhaltigkeit zu berechnen, die insgesamt (also aggregiert) kohärent mit Indikatoren zum gesamten Bundesgebiet sind. Solche Methoden wären geeignet, um mit Hilfe der freiwillig buchführenden Betriebe die Auswertungen für den Grünen Bericht um Nachhaltigkeitsindikatoren zu ergänzen.

Bisher werden im Grünen Bericht lediglich betriebswirtschaftliche Erfolgskennzahlen der verschiedenen Betriebstypen ausgewiesen. Inwieweit sich wichtige Umweltindikatoren (z. B. Treibhausgasemissionen) verändert haben, ist auf der Ebene von Betrieben, die für den ganzen Sektor repräsentativ sind, bisher nicht bekannt. Das Pilotprojekt bezweckt, Methoden und Vorgehensweisen zu entwickeln, um im Grünen Bericht eine laufende Berichterstattung über Nachhaltigkeitsentwicklungen zu ermöglichen.

Da die Berechnungen auf der Grundlage von einzelnen Betrieben durchgeführt werden, ergibt sich ein Zusatznutzen. Wenn die bisher bestehenden Wissenslücken durch neue Methoden und Herangehensweisen geschlossen werden, so können betriebsindividuelle Auswertungen im Hinblick auf Nachhaltigkeitsindikatoren für alle oder zumindest die meisten Betriebe in Österreich ebenfalls durchgeführt werden. Diese sollen darüber hinaus regionalisiert ausgewertet werden können. Dazu werden sechs Einzelziele angestrebt, mit denen auch ergänzende Fragestellungen untersucht werden,.


Die sechs Ziele des Projekts sind im Detail:

Ziel 1: Entwicklung repräsentativer Pauschalwerte zu THG-Emissionen für die wichtigsten Agrargüter Österreichs (angestrebt werden 98 % des Produktionswerts; vgl. dazu eine Übersicht der Güter im Anhang). Diese Pauschalwerte umfassen 1) THG-Emissionen am Betrieb gemäß der IPCC-Zuordnung „Agriculture“, 2) THG-Emissionen der zur Produktion am landwirtschaftlichen Betrieb bezogenen Vorleistungsgüter und -dienstleistungen (LCA-Konzept) sowie 3) die Summe dieser beiden Werte.

Grundlage für die Pauschalwerte sind Ergebnisse aus der Literatur bzw. von existierenden Berechnungsmethoden, deren Ergebnisse nachvollziehbar sind. Bei der Wahl der Produkte für die keine Werte vorliegen, wird gemäß ihrer ökonomischen Bedeutung vorgegangen. Genau 99 % des landwirtschaftlichen Produktionswerts insgesamt konnten 2020 durch den Wert von 25 Agrargütern (von Milch bis Obst) erklärt werden. Es ist daher möglich, mit einer relativ kurzen und überschaubaren Liste von Agrargütern einen großen Teil der relevanten Indikatoren abzudecken. Für Red II relevante Produkte werden jedenfalls erfasst.

Bezüglich der Zumessung von „Treibhausgasrucksäcken” der Vorleistungen gibt es jedoch erhebliche methodische Herausforderungen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass verschiedene Systemgrenzen - je nach Betrachtungsweise - zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Ein Unterziel ist es, eine pragmatische Lösung zu finden, die eine nachvollziehbare Vorgehensweise ermöglicht. Der Grad der Ungewissheit wird als Ergebnis transparent gemacht. Hinsichtlich der Genauigkeit der Ergebnisse wird angestrebt, nicht über die Vorgaben hinauszugehen, die für die Neuberechnung der NUTS-II-Rohstoffe ausreicht.

Die Ergebnisse der Berechnung werden für das Jahr 2020 durchgeführt und auf Grundlage der entwickelten Methode bis zu jenem Jahr aktualisiert, für das eine vollständige Datengrundlage vorliegt. Die Werte zu 1) sollen nach Aggregation auf den gesamten Sektor kohärent mit den Auswertungen des Umweltbundesamts zur österreichischen Treibhausgasinventur des Sektors Landwirtschaft (gemäß IPCC) sein. Dies wird erreicht, indem das Gewicht der erzeugten Agrargüter mit den pauschalen Emissionsfaktoren (typischerweise in kg CO₂-Äquivalenten pro kg Gut) multipliziert wird. Abweichungen werden identifiziert und in einem iterativen Prozess schrittweise durch Anpassung der Pauschalwerte im Rahmen der gegebenen Unsicherheitsbandbreiten verringert.

Ziel 2: Durchführung von Berechnungen für betriebsindividuelle Nachhaltigkeitsindikatoren zu den Kategorien A) Brutto-Wertschöpfung, B) Arbeitskräfte und C) THG-Emissionsbilanzen. In die Berechnungen werden jene Betriebe einbezogen, die in der Agrarstrukturerhebung 2020 erfasst wurden. Zudem wird eine Methode zur Datenaktualisierung entwickelt. Für jeden Betrieb gibt es bereits einen Standard-Output in Form des Produktionswerts in Euro für das Jahr 2020.

Um Subziel A) zu erreichen, müssen pro Betrieb neben den Umsätzen auch die variablen Kosten berechnet werden. Ebenso wie bei Ziel 1 stellt sich die Frage, ob dies tatsächlich immer möglich und sinnvoll ist. Auch in diesem Fall sollte die Relevanz der Aktivitäten des jeweiligen Betriebs, gemessen am Produktionswert (wie in der LGR erhoben), als Orientierung dienen. Dauerkulturen wie Wein und Erwerbsobst sind somit für die Berechnungen relevant.


Bei Ziel 2 wird zwischen a) freiwillig buchführenden Betrieben und b) der Mehrheit der im InVeKos erfassten landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich unterschieden. Es wird angestrebt, mindestens 80 % des Standardoutputs des Gesamtsektors in den Berechnungen abzubilden. Grundlage für die Berechnungen sind i) Buchführungsdaten, ii) Verwaltungsdaten und iii) weitere Datenquellen (darunter existierende Erhebungen auf Betriebsebene und Auswertungen von Daten der Organisationen entlang der Wertschöpfungskette, z. B. LKV).

Ziel 3: Entwicklung von Konzepten a) zur effizienten Aktualisierung der Nachhaltigkeitsindikatoren, um einen jährlich aktualisierten Bericht zu erstellen, und b) für ein Protokoll zur Mehrfachdatennutzung und zur Integration der dazu nötigen digitalen Ressourcen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird nicht angestrebt, einen One-Stop-Shop zu etablieren, in dem alle Daten zusammengeführt werden, sondern die Vorgehensweise zu beschreiben, die einen effizienten Datenaustausch ermöglicht. Die Frage, ob und von wem dies dann implementiert wird, ist nicht Gegenstand der Untersuchungen. Folgeprojekte können auf die entwickelten Protokolle zurückgreifen, um diese weiterzuentwickeln und darauf aufzubauen. Im Anhang 5 (Erläuterungen zu spezifischen Fragen) werden konkrete Punkte näher erläutert, um im Detail auszuführen, welche Schritte unternommen werden, um den Nutzen des Projekts für Folgeprojekte zu maximieren. 

Die wesentlichen Aufgaben, die dabei zu bewältigen sind, liegen vor allem darin, Standards und Konventionen aus verschiedenen Bereichen zusammenzuführen. Dies betrifft insbesondere die Kombination bereits verfügbarer Daten aus der Agrarstrukturerhebung, der Ernteerhebung, InVeKos, IdB, LGR, der THG-Inventur und dem NUTS-2-Bericht. Mittels Brückentabellen, Koeffizienten oder Randausgleichsverfahren sollen die vorhandenen Informationen bestmöglich kombiniert werden, um Mehrfacherhebungen zu vermeiden. Im besten Fall kann sich aus der Analyse ergeben, dass bestimmte Erhebungen gar nicht mehr nötig sind, da Datenlücken durch adäquate Modelle geschlossen werden können.

Ziel 4: Um Nachhaltigkeit umfassend zu messen, reicht es nicht aus, Indikatoren wie Wertschöpfung und Treibhausgasemissionen zu bestimmen. Im Zuge des Projekts soll daher ein Konzept entwickelt werden, um weitere Indikatoren zum Nachhaltigkeitsmonitoring (z.B. Genderindex, Landnutzungs-Änderungen, Biodiversität, …) zu entwickeln. Global werden 17 Ziele der Nachhaltigkeit mit 169 Unterzielen angestrebt und um die Fortschritte zu messen, werden 234 eindeutige Indikatoren bzw. 251 Indikatoren gemäß dem „global indicator framework of SDG“ erhoben. Im Ziel 4 wird auf der Grundlage der Ergebnisse der übrigen Ziele eine Liste erarbeitet, in welcher eine Reihung von vorrangig zu erfassenden Indikatoren erstellt wird. Dabei wird die in Ziel 3 erarbeitete Datenverfügbarkeit in die Überlegungen einbezogen.

Ziel 5: Dissemination der (Zwischen-)Ergebnisse während und nach Fertigstellung des Projekts, und zwar nicht nur in Form von Berichten, sondern auch im Rahmen von Stakeholder-Informationsveranstaltungen.

Ziel 6: Effizientes Projektmanagement

Praxisrelevanz

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2040 auf Netto-Null zu reduzieren. Die angestrebte Klimaneutralität erfordert auch im Agrarsektor deutliche Anpassungen. Eine Zwischenbilanz wird 2030 zu ziehen sein, wenn geprüft wird, ob die nationalen Ziele für jene Sektoren, die nicht Teil des Europäischen Emissionshandels sind, erreicht werden. Ein grundlegendes Problem ist, dass der eigene Klimafußabdruck den meisten Betrieben in Österreich nicht bekannt ist. Oftmals ist ihnen auch nicht bewusst, wie viele THG-Emissionen mit den Inputs verbunden sind, die sie vom Markt beziehen. Ohne Wissen über die eigenen betrieblichen THG-Emissionen ist es schwer, kosteneffektive Verbesserungen zu planen und umzusetzen – selbst wenn allgemeine Maßnahmen zur Reduktion von THG-Emissionen bekannt sind. Beispiele aus anderen Ländern (z. B. Irland) zeigen, dass standardisierte Auswertungen je Betrieb eine notwendige Voraussetzung sind, um in Verbindung mit Beratungsprogrammen kosteneffiziente Schritte zur Emissionsvermeidung umzusetzen.

Eine weitere Herausforderung im Agrar- und Ernährungssystem ist die zukünftige Notwendigkeit des Nachhaltigkeitsmonitorings von Unternehmen, die landwirtschaftliche Güter zukaufen. Immer mehr von ihnen sind verpflichtet, über ihre Wirkung auf die Nachhaltigkeit zu berichten, weshalb Indikatoren von Lieferanten – darunter landwirtschaftliche Betriebe – notwendig sind.

Durch die so-genannte Omnibus-Verordnung gibt es nun Änderungen gegenüber den ursprünglichen Vorgaben. An der grundsätzlichen Herausforderung, Treibhausgasemissionen deutlich zu senken, ändert dies jedoch nichts. Das bedeutet, dass Erzeugerinnen und Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte künftig die damit verbundenen Emissionen ausweisen müssen. Zudem werden Abnehmer und Abnehmerinnen der Produkte in Zukunft fordern, dass weitere Vorgaben (z. B. arbeitsrechtliche Konformität) eingehalten und belegt werden. Um zu vermeiden, dass die Betriebe die ökonomischen Bezüge aus den Augen verlieren sind somit Kennzahlen zur Entwicklung der Wertschöpfung unerlässlich.

Das Projekt zielt darauf ab, konkrete Problemlösungen für die Mehrheit der österreichischen Betriebe zu liefern (angestrebt werden Betriebe, die zusammen 80 % des landwirtschaftlichen Outputs ausmachen). Dabei sollen so viele bereits erfasste Daten wie möglich genutzt werden, um den Zusatzaufwand für die Betriebe im Sinne bürokratischer Vereinfachungen bzw. Effizienz in Grenzen zu halten.

In der Vision 2028+ des BMLUK wird festgehalten, dass „die nachhaltig wirtschaftliche Tragfähigkeit der Betriebe“ und der „Mehrwert einer multifunktionalen Landwirtschaft für die Gesellschaft“ den Erfolg markieren. Indem im Rahmen des Projekts für jede Dimension der Nachhaltigkeit (sozial, ökologisch, ökonomisch) Kennwerte ausgewiesen werden (z. B. Arbeitsbedingungen, Treibhausgasemissionen und Brutto- bzw. Netto-Wertschöpfung), trägt das Projekt dazu bei, die Fortschritte auf dem Weg zur Umsetzung der Vision 2028+ sichtbar zu machen und allfällige Rückschläge rechtzeitig aufzuzeigen.

Die Hauptzielgruppe für die im Projekt erarbeiten Ergebnisse sind die Leserinnen und Leser des Grünen Berichts. Eine weitere Zielgruppe sind Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in landwirtschaftlichen Betrieben und der Wertschöpfungskette. Für freiwillig buchführende Betriebe sollen Benchmarking-Systeme entwickelt werden.

Die im Projekt entwickelten Methoden werden so konzipiert, dass sie in weiterer Folge für die gezielte Unterstützung bei der Vorbereitung der Branche auf neue Anforderungen dienlich sind und dazu beitragen, Überforderung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu vermeiden.

Mit dem Projekt sollen Methoden entwickelt werden, um Betriebe dabei zu unterstützen, alle vorhandenen Daten, die sich in unterschiedlichen Registern befinden und teilweise nur schwer zugänglich sind, verfügbar zu machen. Damit soll der Zusatzaufwand verringert werden, für Abnehmer in nachgelagerten Sektoren, Daten am Betrieb zu erheben oder mehrfach einzugeben.

Bei den für Ziel 1 entwickelten Werten handelt es sich um Pauschalwerte je Produkt. Je nach Relevanz wird in den Auswertungen zwischen biologisch und konventionell hergestellten Produkten unterschieden (vgl. dazu die Konsultationsformate in Ziel 5).

Ergänzend zu den unter Ziel 1 entwickelten Pauschalwerten je Produkt ist eine weitere Bezugsebene der landwirtschaftliche Betrieb. Im Projekt werden transparente und nachvollziehbare Methoden entwickelt und darauf basierende Ergebnisse berechnet. Die Entwicklung eines Tools ist kein vorrangiges Ziel − die Methoden und Koeffizienten können aber in Berechnungstools einfließen.