© Mayerl, Markus, WLV Liezen
Transnationale Management-Erfahrungen hinsichtlich Landnutzungseinflüsse auf das Wasserregime im Donauraum — Projekt in Interreg Danube
Das Fehlen einer integrierten Bewirtschaftung der Flusseinzugsgebiete, sowohl im Hinblick auf die Wasserressourcen als auch auf das Hochwasserrisiko, ist derzeit eine der größten Herausforderungen, die durch den Klimawandel noch verstärkt wird. Daher bedarf es einer fortgeschrittenen konzertierten Aktion, zumal die Auswirkungen der Landnutzung und der Vegetationsdecke auf den Wasserhaushalt im Einzugsgebiet der Donau recht ähnlich sind.
Das CAMARO-D Projekt (Cooperating towards Advanced MAnagement ROutines for land use impacts on the water regime in the Danube River Basin) zielt darauf ab, innovative Lösungen für das Management von Landnutzungsaktivitäten im Donaueinzugsgebiet zu entwickeln, um den Herausforderungen des Gewässerschutzes und des Schutzes vor Hochwasser zu begegnen.
Dies erfordert eine strategische Politik zur Umsetzung eines innovativen transnationalen, einzugsgebietsbezogenen "Land Use Development Plans" (LUDP) für das Donaueinzugsgebiet. Er soll sowohl einen nachhaltigen Schutz der Wasserressourcen als auch eine verbesserte Hochwasserrisikovorsorge gewährleisten, indem er eine fortgeschrittene sektor- und länderübergreifende Zusammenarbeit der wichtigsten Akteur:innen, insbesondere der Entscheidungsträger:innen und Expert:innen sowie Praktiker:innen und Interessensvertretungen fördert, die durch das Projekt initiiert und darüber hinaus aufrechterhalten wird.
Durch verschiedene Pilotaktionen werden neu entwickelte Best Practices im funktionsorientierten nachhaltigen Landnutzungsmanagement unter Berücksichtigung des Klimawandels erprobt und dokumentiert. Die Pilotaktionen werden entsprechend ihrer Wechselwirkungen von Landnutzung und Vegetationsbedeckung in den drei Clustern, Grundwasser-ressourcen, Wildbäche und kleine Flüsse sowie große Flüsse, umgesetzt. Für Interessensvertreter:innen und Entscheidungsträger:innen wird ein innovativer transnationaler Leitfaden (GUIDR) entwickelt der durch ein maßgeschneidertes, anwendungsorientiertes Toolkit für die Operationalisierung in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen ergänzt wird. Unterstützt durch intensive Stakeholder-Workshops und Schulungen wird die praktische Umsetzung der GUIDRs in den Pilotgebieten eingeleitet, um die verschiedenen Interessenkonflikte zu entschärfen und Perspektiven für wesentliche Maßnahmen zu entwickeln.
Das Landnutzungsentwicklungsplanverfahren demonstriert eine Vorgangsweise für ein effizientes Wassermanagement auf transnationaler Basis. Es liefert wichtige Beiträge für die weitere Entwicklung der Donauraumstrategie (EUSDR) und anderer relevanter Politiken. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Interessengruppen im Rahmen von CAMA-RO-D wird als Empfehlung für die Politikentwicklung dienen und kann ein Modell für ähnliche Kooperationsprozesse in anderen Themenbereichen in der EU sein.
Schlüsselwörter: Landnutzungsentwicklungsplan (LUDP), Transnationales Wasserressourcenmanagement, Hochwasserschutz, Klimawandelanpassung, Donaueinzugsgebiet, Nach-haltige Landnutzungspraktiken, Flussgebietsmanagement, Inter- und sektorübergreifende Zusammenarbeit, Pilotprojekte