Das Bild zeigt eine Gruppe von Kühen, die auf der Weide grasen.

© Dr. Walter Starz

Prävalenzstudie zu Endoparasiten bei Rindern in Salzburg

Im Zuge dieser Arbeit wurden im Juli und August 2020 im Salzburg 260 Milchkühe aus 26 verschiedenen Betrieben klinisch untersucht, Einzelkotproben gesammelt und diese koproskopisch auf Magen-Darm-Strongyliden (MDS), Dictyocaulus viviparus und Fasciola (F.) hepatica untersucht. Zusätzlich wurden Milchproben mittels ELISA auf das Vorhandensein von F. hepatica Antikörpern untersucht. Das Ziel der Studie war es, die Prävalenz von Endoparasiten im Flachgau zu erheben und Zusammenhänge zwischen deren Vorkommen und den klinischen Symptomen der Tiere zu evaluieren.

Für MDS konnte eine Prävalenz von 23,80 % ermittelt werden. Bei der Koproskopie wurde für F. hepatica eine Prävalenz von 28,46 % nachgewiesen, bei der Untersuchung mittels ELISA waren 3,20 % der Milchproben positiv. Für Dictyocaulus viviparus konnte eine Prävalenz von 3,10 % ermittelt werden. Die Auswertung eines möglichen Zusammenhangs zwischen einer Endoparasitose und einer veränderten Kotkonsistenz erbrachte keine Signifikanz (p=0,981). Bei der Analyse der Daten im Hinblick auf einen Zusammenhang zwischen einem verändertem BCS und einem MDS-Befall konnte ermittelt werden, dass mit zunehmendem Body Condition Score (BCS) die Wahrscheinlichkeit für eine MDS-Infektion sinkt. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Nachweis von Dictyocaulus viviparus Larven und Husten konnte festgestellt werden (p=0,011). Hinsichtlich BCS, Reproduktionsproblemen, Vorkommen von natürlichen Gewässern und der Fütterung konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit einem Nachweis von F. hepatica eruiert werden.

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann angenommen werden, dass das Parasitenmanagement im untersuchten Gebiet Flachgau zufriedenstellend durchgeführt wird.

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