Marillenbäume unter Folienüberdachung

© HBLAWO-Wurm

Marillensorten als Fruchtwandsysteme mit Blühstreifeneinsaaten

Im Herbst 2017 wurden im Versuchsquartier 083 des Versuchsgutes Haschhof die Marillensorten

Tsunami, Orangered, Bergeval, Klosterneuburger, Digat und Vertige gepflanzt, als Spindel im

Pflanzsystem 3,5 m x 2 m erzogen und unter Bioanbaubedingungen getestet. Im Frühjahr 2021 wurde

die Hälfte des Quartiers mit einer Folie des Systems VOEN überdacht. Bis zum sechsten Standjahr

fruchtete die Sorte Bergeval unter den Bioanbaubedingungen am höchsten. Die geringsten Erträge

brachte Klosterneuburger. Zu Frostschäden kam es in den Jahren 2020 und 2023, besonders stark bei

Klosterneuburger und Tsunami. Bei Bergeval und Vertige waren überdurchschnittlich hohe

Baumausfälle zu verzeichnen. Als mögliche Ursachen werden Phytoplasmenbefall, Trockenstress und

Nachbaueffekte diskutiert. Positive Effekte der Folienüberdachung waren die Reduktion von Monilia‐

Spitzendürreinfektionen, die Reduktion der Spätfrostschäden 2023 und eine Steigerung der

Fruchterträge. Diesen Vorteilen stehen die hohen Investitionskosten, der Aufwand für das Öffnen und

Schließen der Folie und das Risiko für Schäden durch Schneedruck und extreme Windbelastungen

gegenüber.

zum Projekt