IBeSt Bucht bei einem Schweinemastbetrieb in Niederösterreich

© Leopold Kirner

Innovationen für bestehende Aufzucht- und Mastställe für Schweine in Österreich (IBeSt) – zum Wohl von Tier und Mensch

Die Zusammenfassung geht nur auf die Ergebnisse zur Wirtschaftlichkeit ein, da die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik das Arbeitspaket „Ökonomie und Arbeitswirtschaft“ analysierte. Ziel war es, die wirtschaftlichen Folgen von höheren Tierwohlstandards in der österreichischen Schweinehaltung im Vergleich zum gesetzlichen Mindeststandard zu ermitteln. Methodisch basiert die Kalkulation auf Betriebsbesuchen und verifizierten Daten wie Schlachtdaten, wobei die Differenz bei den Leistungen und Kosten unter Einbezug von Deckungsbeitragsdifferenzen, Investitionskosten, Arbeitszeitaufwand und Minderbelegung ermittelt wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen eine große Variabilität unter den 15 Projektbetrieben: In der Mast resultierten durchschnittliche Mehrkosten der acht Mastbetriebe von 32 € pro Platz (Spanne: 1,5 € bis 62 €), ausgelöst durch höhere Kapitalkosten aus den Umbaumaßnahmen, geringeren Deckungsbeiträgen, weniger verkauften Tieren aufgrund des größeren Platzangebots und Mehrarbeit. In der Ferkelaufzucht beliefen sich die ermittelten Mehrkosten im Schnitt der sieben Betriebe auf 71 € pro Platz, wobei die Minderbelegung den entscheidenden Kostenfaktor darstellte. Trotz vereinzelt positiver Effekte auf die Betriebsleistung führt die Implementierung höherer Tierwohlstandards im Regelfall zu erheblichen Mehrkosten und Einkommensrückgängen, was die Notwendigkeit betriebsspezifischer Optimierungsstrategien bei der baulichen Transformation unterstreicht.

zum Projekt