Frischgeerntete heimische Knoblauchknollen

© Wolfgang Palme/HBLFA Gartenbau

Förderung des österreichischen Knoblauchanbaus durch Erweiterung des Sortenspektrums

Das Ziel des Projekts ist eine Erweiterung des Sortenspektrums von Knoblauch für den Anbau in Österreich. Im Projekt konnte erfolgreich gezeigt werden, dass biotechnologische Methoden wie die Meristemkultur zur Viruseliminierung bei Knoblauchsorten sehr effektiv sind. Die Meristemkultur erwies sich als effektive Methode zur Viruseliminierung, jedoch variierten die Erfolge stark zwischen den Sorten. Die Akklimatisierung ins Freiland bleibt eine Herausforderung: Sorten wie Red Toch zeigten gute Vermehrung, aber geringe Überlebensraten. Frühjahrspflanzungen in Hochbeeten oder Tunneln mit Lausvernetzung erwiesen sich als besonders geeignet für in vitro-Material. Die Sorten Deutscher Porzellan, Waldviertler- und Eibesbrunner Weingartenknoblauch und Striped Glacer und zeigten in allen Phasen – von der Pathogenfreimachung über die in vitro-Vermehrung bis zur Akklimatisierung – sehr gute Ergebnisse. Die Auspflanzung im Frühjahr unter geschützten Bedingungen (Hochbeete, Tunnel mit Lausvernetzung) führte zu kräftigen Pflanzen und markttauglichen Knollen. Die Ausfallrate konnte durch gezielte Maßnahmen auf 20–30 % reduziert werden. Auch die mehrjährige Akklimatisierung zeigte Fortschritte und legt den Grundstein für eine stabile Kulturentwicklung. Die erzeugten virusfreien Pflanzen sind eine wertvolle Basis für eine nachhaltige, regionale Pflanzgutproduktion in Österreich. Das Projekt beweist, dass innovative Vermehrungstechniken eine vielversprechende Perspektive für die heimische Knoblauchproduktion bieten.

zum Projekt