Ein Klassenzimmer mit viel evolutionsbezogenen Gedankenblasen...

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Finale einer Längsschnittstudie zur Evolution in allgemeinbildenden höheren Schulen

Diese Studie untersuchte die Entwicklung von Schülervorstellungen zur Evolution an allgemeinbildenden höheren Schulen in Österreich. Das Projekt kombinierte drei methodische Zugänge: eine qualitative Interviewstudie mit denselben Probandinnen von der 8. bis zur 12. Schulstufe, eine frequenzanalytische Schulbuchanalyse von 63 approbierten Biologieschulbüchern und eine vertiefende mit 2 Schulbuchreihen sowie eine quantitative Quasi-Längsschnittstudie mit 263 Teilnehmenden.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Erlernen evolutionärer Konzepte ein langsamer, nicht-linearer Prozess ist, der eine schrittweise Rekonstruktion von Alltagsvorstellungen erfordert. Besonders hartnäckig erwiesen sich teleologische und finalistische Denkmuster, bei denen Anpassung als zielgerichteter Prozess verstanden wird. Während lamarckistische Vorstellungen im Laufe der Schulzeit abnehmen, bleibt das Zweckdenken bis zur Matura bestehen und vermischt sich lediglich mit wissenschaftlichem Wissen.

Die Schulbuchanalyse offenbarte eine starke Fragmentierung der Evolutionskonzepte, besonders in der Unterstufe. Zentrale Begriffe wie „Population" fehlen weitgehend oder werden erst spät eingeführt, wobei Definitionen oft nicht für den evolutionären Kontext taugen.

Die Erkenntnisse flossen in Lehrplanrevisionen ein und dienen der Lehrkräfteausbildung. Die internationale Vernetzung erfolgte über die COST-Action „EuroCitizen: Building on Scientific Literacy in Evolution".

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