Auf dem Bild sind Ackerbohnenpflanzen zu sehen. Im Hintergrund sind große, grüne Ackerbohnenpflanzen mit normalem Habitus zu erkennen. Davor sieht man einige gelbe, deutlich kleinere PNYDV-infizierte Ackerbohnenpflanzen. Die großen Pflanzen haben Hülsen a...

© Foto: Sabine Grausgruber-Gröger, AGES

Epidemiologie von Pea necrotic yelow dwarf virus (PNYDV) und Bekämpfungsstrategien von Blattläusen als Nanovirenvektoren im biologischen Ackerbohnenanbau

Das Pea necrotic yellow dwarf virus (PNYDV), eine Nanovirenart, ist erst seit 2009 bekannt, und viele Informationen bezüglich der Epidemiologie fehlen. Von Nanovirenarten in wärmeren Gebieten weiß man, dass sie in Abständen von einigen Jahren epidemisch auftreten, und besonders bei frühen Infektionen Totalausfälle in Leguminosen verursachen können. Das vorliegende Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, epidemiologische Daten über PNYDV zu erarbeiten, und Strategien gegen das Virus in der Bio-Ackerbohne zu entwickeln. Neben einem Monitoring, sind Provokationsversuche und Untersuchungen von Pflanzen und Blattläusen über drei Jahre geplant. In den ersten beiden Versuchsjahren konnten Erbse, Platterbse, Ackerbohne, Linse, Sommerwicke, Pannonische Wicke, Kichererbse und Rauhaarige Wicke als natürliche Wirtspflanzen des PNYDV bestimmt werden. Weiters konnte gezeigt werden, dass die Attraktivität einzelner Leguminosenarten für die Grüne Erbsenblattlaus, einer der wichtigsten Vektoren, sehr unterschiedlich ist, und dass ganz gezielt bevorzugte Leguminosen angeflogen und besiedelt werden. Zu den bevorzugten Leguminosen gehören Körner-, Grün- und Platterbse, Sommerwicke, Zottelwicke, Luzerne, Linse, Hornklee, Erdklee, Perserklee und Inkarnatklee. Spritzmittel- und Mischkulturversuche in der Bio-Ackerbohne haben in den ersten beiden Versuchsjahren gezeigt, dass die Anzahl der PNYDV-infizierten Pflanzen durch beide Maßnahmen reduziert werden kann.
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