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Entwicklung und Umsetzung eines Exkursionskonzeptes zur Weitergabe von Wissen aus dem Themenbereich Boden-Wasser-Pflanze
Im inneralpinen Raum kommt dem Grünland eine zentrale Bedeutung für landwirtschaftliche Produktion, Biodiversität, Bodenschutz und Wasserhaushalt zu. Trotz umfangreicher Forschungsergebnisse zu den Wechselwirkungen zwischen Boden, Wasser und Pflanze mangelte es bislang an dauerhaft installierten, didaktisch strukturierten Formaten für den Wissenstransfer. Ziel des Projekts war daher die Entwicklung und Umsetzung eines modularen Exkursionskonzepts zur anschaulichen Vermittlung wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse aus dem Themenbereich Boden–Wasser–Pflanze an unterschiedliche Zielgruppen.
Am Standort der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wurde ein dauerhaft nutzbarer Schaubereich mit acht thematisch klar gegliederten Stationen realisiert. Bestehende Versuchsanlagen und Langzeitexperimente wurden dabei gezielt in ein pädagogisches Gesamtkonzept integriert. Die Stationen behandeln unter anderem Bodenprofile und Wurzelräume, Ackerkulturen und Fruchtfolgen, Wasserverbrauch und Ertrag im Grünland, Saatgutmischungen, Düngungsstrategien, genetische Vielfalt von Grünlandpflanzen, Sortenzüchtung sowie Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität. Ergänzt wird die analoge Darstellung durch digitale Informationsangebote wie QR-Codes und Kurzfilme.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus realen Versuchsanlagen, anschaulicher Visualisierung und digitaler Vertiefung ein hohes didaktisches Potenzial besitzt. Der Schaubereich hat sich als effektives Instrument für Bildung, Beratung, Forschungstransfer und Öffentlichkeitsarbeit etabliert und wird bereits intensiv genutzt. Insgesamt leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur praxisnahen Umweltbildung und zur Stärkung des Wissenstransfers zwischen agrarwissenschaftlicher Forschung und landwirtschaftlicher Praxis.