Holstein-Kühe_HBLA Ursprung

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Effekte der Partikelgröße, Konservierungsmethode sowie des Schnittzeitpunktes auf die Grundfutter-Effizienz in der grünlandbasierten Milcherzeugung

Ziel dieses Projektes war es, die Futteraufnahme und Leistung von Milchkühen bei einer grünlandbasierten Fütterung und restriktivem Kraftfuttereinsatz (<20% der Rations-TM) zu optimieren. Zu diesem Zweck wurden drei Fütterungsexperimente an der HBLA Ursprung, Elixhausen, durchgeführt.

Der erste Versuch hatte zum Ziel, die Effekte einer Partikelgrößenreduktion von Heu zu untersuchen. Im zweiten Versuch wurden die Effekte der Methode zur Konservierung von Grünlandfutter (Silierung versus Unterdachtrocknung) getestet. In einem dritten Versuch wurde der Einfluss des Schnittzeitpunktes (Tageszeit) von Grünlandfutter zur Heuwerbung geprüft. Bei allen drei Fütterungsversuchen wurden Heu oder Grassilage als alleiniges Grundfutter ad libitum vorgelegt und ergänzend jeder Kuh eine täglich gleichbleibende Kraftfuttermenge von 3,6 kg TM angeboten.

Aus dem Forschungsprojekt kann abgeleitet werden, dass eine optimierte Partikelgrößenreduktion bei einer heubasierten Fütterung (>84% der Rations-TM) das Potenzial hat, die Futteraufnahme und Leistung von Milchkühen zu steigern. Höhere Futteraufnahmen und Milchleistungen bei der Konservierung von Grünlandfutter als Heu im Vergleich zu Silage dürften auf die in Silagen vorhandenen Gärsäuren und die geringeren Gehalte an leicht verfügbaren Kohlenhydraten zurückzuführen sein. Wird bei der Heuwerbung der Schnittzeitpunkt des Grünlandes abends angesetzt, so finden sich im Anwelkgut numerisch höhere Zuckergehalte.

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