Pararendzina

© Bohner Andreas

CASAS: Kohlenstoff-Sequestrierung in österreichischen Grünlandböden — ACRP-Projekt

Dauergrünlandböden sind in Österreich aufgrund ihrer hohen Humusvorräte und beträchtlichen Flächengröße wichtige Speicher von organischem Kohlenstoff (C). Humusgehalt und Humusvorrat sind auf vergleichbaren Standorten deutlich höher als in Ackerböden. Im Dauergrünland werden ca. 90 % vom gesamten organischen Kohlenstoffvorrat im Boden gespeichert. In österreichischen Dauergrünlandböden beträgt der Vorrat an organischem Bodenkohlenstoff in 0-30 cm Bodentiefe im Durchschnitt 93 t C pro Hektar. Beträchtliche Mengen an organischem Kohlenstoff (> 40 %) werden im Unterboden (10-50 cm) gespeichert. Unterböden haben ein großes Potenzial zur langfristigen Bodenkohlenstoffsequestrierung. Klima, Bodeneigenschaften (insbesondere Bodenwasserhaushalt) und Bewirtschaftungsintensität (Düngung, Nutzungshäufigkeit) prägen den Humusgehalt und Humusvorrat von Dauergrünlandböden. Pflanzenwurzeln und kohlenstoffreiche organische Dünger (Mist, Stallmistkompost) sind die wichtigsten Humusbildner. Im Dauergrünland ist die Bodenkohlenstoffspeicherung bei mittlerer Bewirtschaftungsintensität (2-4 Nutzungen pro Jahr, jährliche entzugsorientierte Düngung mit Mist oder Stallmistkompost) am höchsten. Eine Humusanreicherung erfolgt in Dauergrünlandböden sehr langsam und ist nur bis zur Erreichung des höchstmöglichen lokalen Ertragspotenzials sinnvoll. Humuserhaltende Maßnahmen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Humusqualität und zur Beschleunigung des jährlichen Humusumsatzes im Boden sind wichtiger als Maßnahmen zur Erhöhung des Humusvorrats im Boden. Bei der Umsetzung von humussteigernden Maßnahmen müssen Nebenwirkungen und zusätzliche positive Umweltwirkungen berücksichtigt werden. Eine Bodenkohlenstoffsequestrierung kann im Dauergrünland Zielkonflikte zwischen Klima- und Naturschutz auslösen.

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